Die Besucher - Ausstellung in der Versöhnungskirche in der Passionszeit

 

 

mit Exponaten der Ratinger Künstlerin Edith Voßen.

 

Die Passionszeit ist traditionell in der Kirche eine Bußzeit. Buße bedeutet Rückbesinnung auf das, was das Leben ausmacht, vor Gott und im Zusammenleben mit anderen Menschen. Es geht um Menschlichkeit und ums Menschsein. Anhand der Metallskulpturen der Ratinger Künstlerin Edith Voßen – den sogenannten „Besuchern“ – versuchen wir der Frage nachzugehen: Wie gelingt das Zusammenleben von Menschen innerhalb einer Gemeinde? Das Wichtigste jeder Gemeinschaft und Gesellschaft sind Menschen. Ohne sie ist jede Kirche, jedes Rathaus und jede Gemeinschaftseinrichtung überflüssig. Entscheidend sind immer die Menschen, mit Ecken und Kanten, die sich einbringen oder uns besuchen. Jeder ist einmalig und genau darin liegt oft die Schwierigkeit begründet, gut miteinander auszukommen.

                         

Gezeigt werden große Objekte, die Edith Voßen aus Produktionsresten geschaffen hat, die aus der Metallverarbeitung stammen. Figuren aus Stahl, gegensätzlich, mit Ecken und Kanten, die unseren Blick auf den Menschen schärfen können. Einige Objekte gewähren Durchblicke, andere sind massiv und sperrig. Sie verstellen den Weg, wirken in einer Kirche womöglich irritierend. Sie geben Anlass zum „Anstoß“, weil sie im Weg stehen. Wecken Interesse, weil sie in ihrer Formgebung mehrdeutig und individuell sind. Diese Objekte sind wie die Menschen der Gemeinde. „Besucher“, die das Gemeindeleben bereichern und lebendig machen.

Die Ausstellung ist seit dem 10. März zu sehen und kann noch bis zum 5. Mai 2019 (Finissage um 10.30 Uhr nach dem Gottesdienst) in der Versöhnungskirche in Ratingen West, Maximilian-Kolbe-Platz, besucht werden.

Die Predigten der Gottesdienste in den nächsten Wochen werden auf die „Besucher“ Bezug nehmen. Auf Anfrage kann auch während der Woche die Ausstellung angesehen werden. (Tel. Pfr. Leithe 02102 – 490405).