Begegnung mit dem Judentum in der Evangelischen Kirchengemeinde Ratingen

 

    • Konzert "Shalom-Kirche trifft Synagoge"
    Musik für Viola und Orgel mit Semjon Kalinowsky (Viola) und Fredrik Albertsson (Orgel)
    Sonntag, 31.03.19, 18 Uhr, Evangelische Stadtkirche, Lintorfer Str. 18

 

    • Konzert "Sheyne Mishpokhe"
   
Musik der osteuropäischen Juden mit dem Ensemble Klezmer-Chai
    Samstag, 06.04.19, 18.30 Uhr, Versöhnungskirche, Maximilian-Kolbe-Platz 18

 

    • Gottesdienst "Frieden und Segen"
   
Sonntag, 07.04.19, 9.30 Uhr, Versöhnungskirche, Maximilian-Kolbe-Platz 18

Vom 28. März bis 14. April finden in Nordrhein-Westfalen die "JüdischenKulturTage RheinRuhr" statt. Der Lübecker Bratschist Semjon Kalinowsky wird im Rahmen dieses Festivals in mehreren Städten der Region zu Gast sein und Musik aus dem Spannungsfeld zwischen jüdischer Liturgie und christlicher Orgeltradition präsentieren. Da er bereits zu Gast in der Ev. Kirchengemeinde Ratingen war, hatte er angeregt, das Festival in der Rhein-Ruhr-Region für ein erneutes Gastspiel in der Ev. Stadtkirche zu nutzen.

Die Ev. Kirchengemeinde Ratingen hat dieses Angebot gern aufgegriffen und wird ihrerseits in diesem Jahr in einigen Veranstaltungen das enge Beziehungsgeflecht zwischen Juden- und Christentum thematisieren. Den Auftakt bildet dabei das Konzert Kalinowskys unter dem Titel "Shalom-Kirche trifft Synagoge". Gemeinsam mit dem schwedischen Organisten Fredrik Albertsson spielt er Werke für Viola und Orgel unter anderem von Lewandowski, Rheinberger, Mendelssohn, Bruch, Alain und Bloch, sowie zwei fast in Vergessenheit geratenen Werke von Friedrich Gernsheim und Albert Kellermann. Im Vordergrund des Programm steht dabei zum einen der interreligiöse musikalische Dialog und zum anderen der Brückenschlag zwischen Tradition und Moderne. Die seltene, aber reizvolle Konstellation von Viola und Orgel verspricht ein außergewöhnliches Klangerlebnis.

Die Kantorei der Stadtkirche unter der Leitung von Kantor Martin Hanke ergänzt das Instrumental-Programm durch zwei Chorwerke von Louis Lewandowski, am Klavier begleitet von Nico Oberbanscheidt.
Das Konzert findet am Sonntag, den 31. März, um 18 Uhr in der Evangelischen Stadtkirche Ratingen, Lintorfer Str. 18 statt.
Eintrittskarten zu 10 €, erm. 6 € sind an der Abendkasse erhältlich.

 

Das zweite Konzert der Reihe folgt gleich am darauffolgenden Samstag, den 6. April. Hier päsentiert das Ensemble "Klezmer-Chai" Musik der osteuropäischen Juden, die unter dem Oberbegriff Klezmer-Musik bekannt ist. Sie umfasst traditionelle jiddische und chassidische Lieder und Tänze, die bei Feiern gespielt werden, sowie auch Melodien aus der jüdischen Liturgie; Repertoire, das seinen Ursprung in Osteuropa, New York und Israel hat und das entsprechend viele Farben und Stilelemente mitbringt. Von tiefster Trauer und Melancholie bis hin zu überschäumender Freude und Ausgelassenheit bildet die Klezmer-Musik die ganze Bandbreite menschlicher Stimmungen ab und ist deswegen so lebendig.

Im Ensemble "Klezmer Chai" spielen seit über zwanzig Jahren in fast unveränderter Besetzung zusammen: Birgit und Marion Heydel (Violine), Silke Wiesmann (Klarinette), Petra Hartmann (Klarinette und Gesang), Markus Grau und Claus Schmidt (Gitarre) und Andreas Kneip (Kontrabass). Sie konzertieren in ganz Deutschland und waren bereits mehrmals in Israel. Giora Feidman lud sie zu gemeinsamen Konzerten sowie zur Mitwirkung in einem NDR-Feature ein und unterstützte die erste CD-Produktion. Inzwischen entstanden vier CDs mit überwiegend traditionellen Klezmerstücken. Die Eintrittskarten zu 12 €, erm. 8 € sind nur an der Abenkasse erhältlich. In der Pause werden Getränke und ein kleiner Imbiss auf Spendenbasis gereicht.

Am Sonntag, den 7. April schließlich feiert die Ev. Kirchengemeinde um 9.30 Uhr in der Versöhnungskirche einen Gottesdienst zur gemeinsamen Hoffnung von Juden und Christen. Die Predigt hält Pfarrer Matthias Leithe. Musikalisch gestaltet wird der Gottesdienst von Nadia Meroni und Kantor Martin Hanke. Die Veranstaltungsreihe "Begegnung mit dem Judentum" wird im Herbst fortgesetzt.