Die Ratinger Tütenhilfe ist gestartet.

Die Coronapandemie beeinträchtigt das Leben aller in Ratingen. Besonders betroffen sind ältere Mitbürgerinnen und Mitbürger, die keine Angehörigen vor Ort haben. Die Wohnung zu verlassen wäre zu riskant wegen der Ansteckungsgefahr.

Darum hat die evangelische Kirchengemeinde kurzfristig die „Tütenhilfe“ organisiert. Einige in der Gemeinde hatten eine solche Idee. Ausschlaggebend war die Initiative einer Konfirmandenmutter. Ihre Töchter wollten älteren Menschen helfen. An der Friedenskirche hat sich darum ein Team gefunden, das schnell und pragmatisch organisiert hat, was man braucht: Leute, Technik, Material und Abstimmung mit dem Ordnungsamt. Die Tütenhilfe ist jetzt startklar. Mit dabei sind am Anfang die Bezirke Ratingen Mitte, Süd, West und Tiefenbroich.

Und so funktioniert es: Wer ohne Unterstützung ist, ruft das Tütentelefon (021 02 / 84 33 17) an. Dort meldet sich ein Anrufbeantworter. Man hinterlässt dort seine Daten, vor allem die Telefonnummer und den Namen. Man kann auch eine E-Mail schreiben an die Adresse: tuetenhilfe.ratingen[at]ekir.de. Die Tütenhilfe ruft dann zurück und klärt alles weitere. Jugendliche und erwachsene Ehrenamtliche erledigen den Einkauf. Sie sind der Kirchengemeinde seit Jahren bekannt und weisen sich an der Türe aus. Über mögliche Ansteckungsgefahren dabei wurde mit dem Ordnungsamt gesprochen, das kein erhöhtes Risiko sieht. Es gibt nur den kurzen Kontakt an der Tür, bei dem alle Abstand voneinander halten.

„Kirche ist da“, sagt Pfarrer Thomas Gerhold. Andrea Laumen, Werner Geschwandtner und Katharina Radimersky, die in den Stadtteilen die Tütenhilfe organisieren und Ehrenamtliche ansprechen, ergänzen: „Unsere Gemeinde hält den Kontakt. Sie hilft denen, die im Moment besonders Unterstützung brauchen“.