Kirche im Umbruch - Wie geht's weiter?

Anfang Mai ging die Meldung durch die Presse: Bis 2060 wird sich die Zahl der Kirchenmitglieder und die Finanzkraft der beiden Kirchen in Deutschland halbieren. Das Forschungszentrum Generationenverträge der Albert-Ludwig-Universität Freiburg hat eine koordinierte Mitglieder- und Kirchensteuervorausberechnung für die evangelische und katholische Kirche in Deutschland erstellt. Man ging aus von der Annahme: Das Tauf-, Austritts- und Aufnahmeverhalten der letzten Jahren ist auch für die Zukunft repräsentativ. Mit wissenschaftlichen abgesicherten Methoden wurde eine Projektion erstellt. Die Kirchen wollen die Erkenntnisse der Studie nutzen, um sich langfristig auf Veränderungen einzustellen. 2060 klingt sehr weit weg. Aber die Kirchen spüren die Veränderungen schon heute: Nächstes Jahr werden erstmals weniger als die Hälfte der 6-18jährigen hier in Deutschland nicht der katholischen oder evangelischen Kirche angehören. Die Zukunft ist schon da.

 

Gleichzeitig gibt es beeindruckende kirchliche Aufbrüche: Das Projekt „beymeister“ in Köln gehört dazu oder die Elbtauffeste in Hamburg. Der Wandel ist gestaltbar. An der Alterung der Bevölkerung kann die Kirche nichts machen. Dass weiterhin viele Menschen die Kirchen verlassen und weniger Kinder getauft werden ist weder gottgegeben noch unabänderlich.

 

Veranstaltungstipp:

19.9., 19.30 Uhr, Haus am Turm: Pfr. Dr. Brinkmann stellt im Ökumenekreis die Studie zu Kirchenmitgliedschaft und Kirchensteuerentwickung, mutmachende Projekte und Thesen vor. Mit anschließender Diskussion.