L I C H T B L I C K E

L I C H T B L I C K E "2.0"

Hier unsere regelmäßigen Lichtblicke an Sie!

Bleiben Sie gesund und behütet und behalten Sie guten Mut.

 

Lichtblick am 24.01.2022:

 

Am Ufer

„Da muss noch viel Wasser den Rhein herunter fließen“ steht sprichwörtlich dafür, dass Geduld gefordert ist und ein Plan, eine Entscheidung, eine Entwicklung oder Änderung noch Zeit brauchen.
Am Ufer des Rheins schaue ich auf den Strom und denke daran, was Heraklit zugeschrieben wird: Alles fließt und wir werden niemals in denselben Fluss steigen. Alles bewegt und verändert sich ständig. Das ist schön: am Ufer zu stehen mit dem Wissen, dass auch in schwierigen Zeiten in der Veränderung das Gute auf dem Weg ist und näher rückt.

 

Yvonne Preiß
Presbyterin


Lichtblick am 13.01.2022:

 

Ewiges Licht

 Wenn ich an das neue Jahr denke, dann denke ich an den kleinen Ausflug mit den neuen Katechumenen in die Pfarrkirche St.Marien in Tiefenbroich. Dort leuchtet – über dem Allerheiligen, rechts neben dem Altarraum – das „Ewige Licht“. Die Kerze brennt immer. Sie leuchtet mir, ob ich traurig bin oder froh, gestresst oder gelassen, getrost oder im Zweifel. Den Katechumenen hat das gefallen. Und so sage ich mir: Egal, wie 2022 wird, das Licht des Glaubens brennt. Gottes Güte hat noch kein Ende. Mut und Zuversicht sind angesagt.

Stephan Weimann, Pastor


Lichtblick am 07.01.2022:

 

Sieben Gründe, warum wir in diesen Tagen auch die Dunkelheit schätzen können

  • sie ist als Ursprung der Schöpfung  noch älter als das Licht und besteht schon im allerersten Vers der Bibel
  • ohne sie gäbe es kein Licht
  • sie schenkt uns im Winter längeren Schlaf
  • sie entschleunigt uns
  • in ihr lernen wir Vertrauen
  • in ihr können wir uns besser entspannen
  • sie wirft uns zurück auf das, was bleibt, wenn alles andere unsichtbar geworden ist

 

Peter Rindermann, Prädikant

 


Lichtblick am 03.01.2022:

Neujahr

Noch eingepackt und voller Überraschungen liegt das neue Jahr vor uns. Was es bringt? Wir wissen es nicht. Und das ist gut so, denn so können wir uns immer wieder neu auf jede Situation einstellen. Ein wunderbares Bild für solche neugierigen Blicke und neuen Sichtweisen war die Verhüllung des Arc de Triomphe in Paris im September 2021. Man hat dort wirklich ein neues Monument gesehen. Vielleicht ist das ein gutes Lebensrezept fürs neue Jahr: Neugierig bleiben, sich herausfordern lassen und sich andere Sichtweisen erlauben. Gelegentlich sieht die Welt dann anders aus.

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 30.12.2021:

 

Die Nacht ist vorgedrungen

Ruhig, ohne Feuerwerk, ohne große Feiern, sind wir vor einem Jahr in dieses Jahr 2021 gestartet. Nachdem 2020 so „besonders und anders“ war, wurde für 2021 fast beschworen, dass es wieder anders werden möge, besser, entspannter, „so wie früher“. Jetzt also kommt 2022. Wir werden sehen, was es bringt. In Wochen wie diesen ist mir der Text eines Adventsliedes sehr nah. Jochen Klepper, der Verfasser, schrieb es in der Situation der Verfolgung im Nationalsozialismus. „Die Nacht ist vorgedrungen, der Tag ist nicht mehr fern. So sei nun Lob gesungen dem hellen Morgenstern.“ (EG 16). Ich wünsche uns, dass wir mit einstimmen können (gerade ja mehr im übertragenen Sinn), denn „Gott will im Dunkel wohnen und hat es doch erhellt“. Halten wir Ausschau nach dem Licht!

birte.bernhardt@ekir.de



Lichtblick am 26.12.2021:

 

Ankommen

Seit die Südkapelle in der Friedenskirche zur Schreinerei wurde, wird seit dem 1. Advent auf dem Kirchhof die Lichterkrippe nach und nach komplett. Begonnen mit dem Stern gesellten sich erst die Tiere zur Scheune. Hirten und Könige sind schon auf dem Weg und werden ankommen. So wie auch Maria und Josef ihren friedlichen Platz für die Geburt unseres Herrn dort finden werden.
Bis Weihnachten und von da an bis zum 06. Januar sind Sie eingeladen, die Lichterkrippe zu betrachten. In der Dunkelheit ist es ein besonderer Anblick: die Krippe leuchtet die ganze Nacht.

Yvonne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 23.12.2021:

 

Überraschung!

Wir hatten schon in den vergangenen Jahren davon gesprochen. Ein Stadttor von Bethlehem für die 80 cm-Figuren-Krippe im orientalischen Stil in der Paul-Gerhardt-Kirche wäre eine echte Bereicherung. Allein schon deswegen, weil sich so das große Kamel richtig schön in Szene setzen lässt. Vor wenigen Tagen komme ich in die Kirche, um mir die fertige Krippe anzuschauen. Und was sehe ich? Links neben dem Stall steht tatsächlich das Stadttor von Bethlehem – mit einem hohen Bogen, mit Zinnen und sogar ganz echt wirkenden Steinen. Es ist eine tolle Überraschung von Küsterin Gudrun Klimpki und ihrem Mann Dieter. Ein echter Lichtblick in diesen Zeiten!

Ihr

Pfr. Stephan Weimann


Lichtblick am 22.12.2021:

 

Helles Licht in dunkler Nacht

Lichter im Advent sind allgegenwärtig. Viele Häuser, Gärten und Balkone sind liebevoll illuminiert. Die Fußgängerzone erstrahlt in heller Weihnachtsbeleuchtung. Da könnte man fast die Stadtkirche übersehen, sie ja auch schön, aber dezenter beleuchtet ist. Drinnen suchen Menschen bei Kerzenschein, Musik und Text Ruhe und Besinnung. Am Heiligen Abend dann bleibt sie zu und zwischen den Türmen (dicker Turm und Stadtkirche) findet dann so richtig Weihnachten statt. Das große Licht, auf das die vielen kleinen des Adventes hinweisen.

Pfarrer Frank Schulte


Lichtblick am 15.12.2021:

 

Beten heute

„Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ Der 23. Psalm ist Pflichttext in der Konfirmationsvorbereitung, so wie bei den Eltern und Großeltern der heutigen Jugendlichen auch schon.

„Hirten gibt es ja heute nicht mehr so viele“, sage ich. „Was denkt ihr, welcher Beruf hat ähnliche Eigenschaften, wie würde man das Gebet heute schreiben?“ Die Antworten sind vielfältig: Polizist, Reiseleiterin und Lehrer sind nur drei der genannten.

Zwei Dinge sind Lichtblicke für mich in den Antworten: Das gute Verhältnis vieler Jugendlicher zu ihren Lehrerinnen und Lehrern, die sie meist als unterstützend und wertschätzend wahrnehmen. Und die Kreativität, als sie den Psalm komplett für die heutige Lebenswelt umschreiben: Gott hat auch in der Welt von 2021 einen Platz. Für uns. Als Hirte, Lehrerin, Polizist und Wegbegleiterin.

Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 10.12.2021:

 

O Tannenbaum

 

"Der ist aber schön": Passanten in der Fußgängerzone bleiben stehen und bewundern den Christbaum vor der evangelischen Stadtkirche. Im zweiten Jahr machen tagsüber das kräftige Grün und nachts die Lichterketten Freude.  "O Tannenbaum, O Tannenbaum, du kannst mir sehr gefallen! Wie oft hat nicht zur Weihnachtszeit Ein Baum von dir mich hoch erfreut!"

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 05.12.2021:

Es wird Weihnachten

Im Schulgottesdienst der Grundschule formulieren die Kinder jede Woche ihre eigenen Gebetsanliegen, die wir dann gemeinsam Gott sagen. Wir beten für das Wohlergehen von Familien, Haustieren und Mitschüler:innen, blicken gemeinsam in die Welt und sagen auch immer wieder „Danke“ für all das Schöne.

Ein Gebet aus der vergangenen Woche hat mich besonders bewegt: „Gott, mach dass Weihnachten wird, auch wenn Corona ist.“ Ich bin mir sicher, Gott hat das Gebet des Kindes gehört.

In den nächsten Wochen werden wir dann darüber sprechen, was alles zu Weihnachten gehört – das ist ja bei allen etwas unterschiedlich. Und ich hoffe, dass die Kinder merken: Auch wenn das Leben von uns allen gerade ziemlich mühsam ist, und mit Sorgen und Einschränkungen verbunden, Gott lässt sich nicht aufhalten! Jesus Christus wurde geboren und will in unseren Herzen wohnen, was immer auch ist.

Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 01.12.2021:

Cuteness overload und Empathie

Vor einigen Jahren besuchte ich im Spätsommer die Seehundaufzuchtstation in De Koog. Neben einer informativen Ausstellung dürfen die Besucher:innen auch durch die Anlage laufen, in der zurückgelassene Seehund-Babys, sogenannte Heuler, im geschützten Umfeld großgezogen werden.

Natürlich sind diese Tiere supersüß und fallen mit ihren großen Augen in das Kindchenschema. Zusätzlich hat mich der Besuch auch auf eine gewisse Weise optimistisch gemacht: Wenn wir Menschen es schaffen, uns gut und liebevoll um die Jungen einer anderen Art zu kümmern, dann sind wir hoffentlich auch empathisch genug, darauf zu achten, dass es menschlichen Kindern und Erwachsenen gut geht.

Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 29.11.2021:

Heute lese ich in der Losung:

Lasst unter euch nicht eine Wurzel aufwachsen, die da Gift und Wermut hervorbringt. 

5. Mose 29, 17

Ich möchte mir Mose zum Vorbild nehmen. Die Dinge, die mich belasten und wo ich mich ungerecht behandelt fühle, will ich vor Gott tragen. Ich will Gott bitten, dass er mir zeigt, wo es in meinem Leben verborgene Wurzeln der Bitterkeit gibt. Und dann will ich ihn bitten, dass er mir die Kraft zum Handeln gibt. So, wie es in der Redewendung heißt:

„Man muss das Übel an der Wurzel packen.“

Wo die Liebe zu den Menschen und zu Gott wächst, da gedeihen Glaube und Hoffnung.

Prädikant Siegfried Pietzka


Lichtblick am 25.11.2021:

 

Tannenbäume, Krippen, Sterne…

Schön, dass sie so viel Freude machen. Mit Diakon Werner Geschwandtner ging ich heute durch die Fachklinik 360°, das ehemalige Evangelische Fachkrankenhaus. Wir hatten schon adventliche Mitbringsel dabei: Sterne, Krippen und Tannenbäume aus Holz – für den Weihnachtsbaum. Und es war für uns beide ein schönes Erlebnis, dass diese kleinen Geschenke so viel Freude bringen. Offenbar hängen wir Menschen doch sehr an Advent und Weihnachten, an der Hoffnung und der Zuversicht, die in dieser Zeit in der Luft liegen. Dass wir noch Erwartung haben, auf Gott hoffen – das ist für mich ein Lichtblick!

Ihr

Pfr. Stephan Weimann

 


Lichtblick am 17.11.2021:

 

Bei einem Herbstspaziergag liegt ein kaputter Globus am Wegesrand. An den Polen sind Löcher und überall verteilt sind Dreck und Beulen. Ein seltsamer Anblick. Da liegt die Welt, zugleich vertraute mütterliche Heimat im Sonnenlicht, und doch so zerbrechlich. Wenige Tage später habe ich zufällig die aktuelle Ausstellung im Gasometer in Oberhausen besucht. „Das zerbrechliche Paradies“ zeigt ebenfalls beides: atemberaubende Schönheit und Zerbrechlichkeit. Hoffnungsschimmer werden auch gezeigt, wie die  „green wall“, welche die Sahara von Dakar bis Dschibuti durchziehen und ihre Ausbreitung nach Süden verhindern soll, eine „Mauer“ aus Bäumen, 15 km breit und 7.775 km lang. Ich muss an den „ollen“ Globus am Wegesrand denken. Hoffnungszeichen!

Peter Rindermann, Prädikant


Lichtblick am 14.11.2021:

In die Freiheit

Gründe zur Flucht oder Auswanderung waren und sind die gleichen. Besuch im Auswandererhaus in Bremerhaven: Geschichten von Menschen, die im 18. und 19. Jahrhundert aus Deutschland ausgewandert sind. Menschen die ihren Glauben nicht leben konnten, die nicht das Nötigste zum Leben hatten, die rassistisch verfolgt wurden oder Menschen, die einen neuen Anfang suchten. Gute Gründe für Auswanderung und Flucht gestern wie heute. Das Denkmal in Bremerhaven erinnert mich daran wie gut es ist in einem Land zu leben, aus dem ich nicht auswandern muss. Wie gut es ist in einem Land zu leben, in das gern eingewandert wird, weil man hier seinen Glauben und Überzeugungen leben kann.

Frank Schulte, Pfarrer


Lichtblick am 09.11.2021:

 

Wut und Glück

„Du musst wütend bleiben. Und glücklich.“ Mit diesem Zitat aus dem Schauspiel „Das Gewicht der Ameisen“ von David Paquet warb im letzten Jahr das Junge Schauspiel in Düsseldorf für sein Programm.

Für mich ist das eine perfekte Umsetzung der Psalmen: Da sind Beter:innen zornig oder traurig, aber gewinnen im Gebet auch neue Energie. Man ahnt, dass sie wieder glücklich werden können. Die Energie, die Wut frei setzt, bewegt etwas. Vorsichtige Freude ist wieder möglich. Ob das auch manchmal für uns gilt?

Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 3.11.2021:

 

Der Himmel lacht

Kürzlich in Kempen am Niederrhein sah ich diese ganzen fröhlichen Gesichter und dachte mir: Hier lassen sie den Himmel lachen! Und der Himmel lacht sogar, wo er doch gerade wolkenverhangen ist. Die Sonne ist immer da und sie scheint, auch wenn wir sie gerade nicht sehen. Über den Wolken oder an einem anderen Ort oder auf den Mond am Abendhimmel. Und so wie die Sonne immer scheint ist Gott auch immer bei uns. Wie Jesus sagt: „Selig sind, die nicht sehen und doch glauben!“

Yvonne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 27.10.2021:

Du tust mir kund den Weg zum Leben (Psalm 16,11)

 

Einem Müllmann wurde vor Jahren das Bundesverdienstkreuz verliehen, weil er unermüdlich zerbrochene, weggeworfene Spielsachen aus den Mülltonnen herausholte und sie abends reparierte, um sie an bedürftige Kinder zu verschenken.

Dieser Mann hätte abends trübsinnig grübeln können, wie er doch vom Schicksal benachteiligt sei. Er fügte jedoch seiner an sich schon sinnvollen Arbeit einen weiteren Sinn hinzu:

Die Umwandlung von Wertlosem in Wertvolles. Dieser Müllmann hat seinem Leben Sinn gegeben.

Wer auf Dreck, Müll und Trübsinn schaut, sieht nur Müll und Trübsinn.

Gott will nicht, dass wir am Leben verzweifeln. Allerdings müssen wir uns von ihm den Weg zum Leben zeigen lassen. Gott hat uns Augen und einen erfinderischen Geist gegeben, aus stinkenden Müll etwas zu machen.

 

Siegfried Pietzka, Prädikant


Lichtblick am 22.10.2021:

 

Auf dem Weg durch die Stadt bleibt der Blick an einer Hauswand hängen. Ich lächele.

 

 

Birte Bernhardt, Vikarin


Lichtblick am 16.10.2021:

 

"Ich glaube, dass Gott aus allem Gutes entstehen lassen kann." (Dietrich Bonhoeffer)

 

Peter Rindermann, Prädikant

 


Lichtblick am 11.10.2021:

 

Echt schlechtes Wetter

 

Mittwochabend, 18.00 Uhr. Graue Wolken hängen über Tiefenbroich, die Straße ist feucht und es ist ungemütlich nasskalt. Immerhin, der Kindergottesdienst in der Paul-Gerhardt-Kirche war sehr schön – trotz des nassen Wetters. Und es gehen auch noch einige Familien mit zum Sackerhof, um sich anzuschauen, wie man Apfelbäume pflegt und Äpfel erntet – passend zum Erntedankfest. Bei so einem Wetter kann man sich allerdings fragen: „Wo bleibt da der Lichtblick?“

Der Lichtblick sind die Worte von Landwirt Jan Zimmermann, der durch die Apfelplantage führt: „Kein Problem, Gummistiefel an!“ Recht hat er. So wird es ein schöner Abend – feuchtfröhlich auf dem Sackerhof.

Pfarrer Stephan Weimann

 


Lichtblick am 08.10.2021:

 

Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt

Bei Konfis und in Schulgottesdiensten landet dieses Lied weiterhin in den TOP TEN der Gesangbuchcharts. Wenn ich mir jetzt „das Meer der Zeit“, also unsere Gegenwart anschaue, sehe ich: Wir sind mit vielen kleinen Booten unterwegs. Das ist gut so. Das eine Schiff, das sich Gemeinde nennt, wäre ein Tanker, groß und unbeweglich. Das Bild vieler kleiner beweglicher Schiffe ist mir lieber. Auch dafür gibt es in dem Lied, es wurde vor 60 Jahren geschrieben, in der letzten Strophe einen schönen Gedanken: „Viel Freunde sind mit unterwegs, auf gleichen Kurs gestellt.“

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 01.10.2021:

Ohne Sorge

Vor ca. 50 Jahren hießen die Herbstferien „Kartoffelferien“. Was harmlos nach Urlaub klingt bedeutete oft harte Arbeit für die Kinder, die bei der Kartoffelernte helfen mussten. Die Verbreitung der Knolle wird Friedrich dem Großen, dem „Alten Fritz“ zugeschrieben. Zum Dank befinden sich zu jeder Jahreszeit auf seiner Grabplatte im Park von Schloss Sanssoucie immer Kartoffeln. Heute genießen wir ohne Sorge das beliebte Lebensmittel in vielfältiger Zubereitungsart. Im Dank für die Ernte klingt so irgendwie auch ein klein wenig der an den alten Preußenkönig mit.

Yvonne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 28.09.2021:

 

 

Nacht

 

Stille hat sich über den See gelegt. Liebespaare genießen die Romantik der Lichter, der Spiegelungen und der Dunkelheit. Nacht, Zeit der Erholung, der Regeneration. Nacht, Zeit der Träume. Manchmal wird aber die Nacht zum Tag. Ja, es gibt Orte ohne nächtliche Pause, wie die Staumauer des Baldeneysees oder manche Fabrik, die nicht stillsteht. Wir Menschen aber brauchen die Nacht, die Pause, den Schlaf und die Träume.

 

Ihr Frank Schulte, Pfarrer

frank.schulte[at]ekir.de


Lichtblick am 23.09.2021:

 

 

Warum nicht mal Austern?

 

Um den kulinarischen Wert der Austern geht es heute einmal nicht. Aber es ist unglaublich, wie viele Arten von Austern es gibt: Chinesische, Seeigelartige und sogar Hahnenkammaustern. Ich kann mich mühelos über Stunden hinweg damit befassen. Denn es gibt ja auch noch versteinerte Riesenaustern – oder die berühmte „Zehennägel des Teufels“. Sich mit der Natur und ihren vielfältigen Erscheinungen zu befassen, macht unwahrscheinlich viel Spaß – und es führt uns näher an den Schöpfer all dieser Wunder.

 

Pfarrer Stephan Weimann


Lichtblick am 21.9.2021:

 

Zur richtigen Zeit

Alle Jahre wieder… gibt es im September Diskussionen darüber, ob es nicht viel zu früh sei, Weihnachtsgebäck in den Supermärkten anzubieten und zu kaufen.

Aus christlicher Perspektive gibt es keine besonderen Speisevorschriften, die den Verzehr von Spekulatius, Lebkuchen und Baumkuchen ausschließlich auf die Adventszeit beschränken würde. Ob man bei den Aktionsartikeln also jetzt, später oder gar nicht zugreifen möchte, ist eine ganz persönliche Entscheidung.

Was aber tatsächlich immer gilt, auch im September, ist die Botschaft von Weihnachten: Gott ist in die Welt gekommen, um den Menschen nahe zu sein. An jedem einzelnen Tag, nicht nur in dunklen Dezembernächten.

Birte Bernhardt, Vikarin


Lichtblick am 16.09.2021:

 

 

Umkehren

Ich habe da mal ein paar Fragen: Ab wann merkt man definitiv, dass man sich in einer Sackgasse befindet? An welchem Punkt ist völlig klar, dass man auf dem falschen Weg ist? Wann ist unabweisbar, dass es hier nicht weitergeht? Und schafft man es dann tatsächlich, sich umzudrehen und umzukehren? Bringt man die Kraft auf, in die andere Richtung zu gehen? Das Foto habe ich übrigens am Panoramaradweg oben in Velbert gemacht. Sieht absurd aus, oder?

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


 Lichtblick am 10.09.2021

Saat und Ernte, Frost und Hitze

 

Nach der großen Sintflut verspricht Gott allen, die 40 Tage lang auf der Arche Noah waren: „Solange die Erde steht, soll nicht aufhören Saat und Ernte, Frost und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.“

 

Ein großes Versprechen damals. Ein großes Versprechen heute in Zeiten von Flut-, Hitze-, Feuer- und Dürrewellen. Wir können aber selbst etwas dafür tun.

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor 

<LINK gertulrich.brinkmann@ekir.de - "mail" "Opens window for sending email">gertulrich.brinkmann@ekir.de</link>


Lichtblick am 07.09.2021

 

Vom Glänzen

 

„Es ist nicht alles Gold, was glänzt“, sagt das Sprichwort. Nicht alles, was auf den ersten Blick wertvoll erscheint, ist es auch. Beispiele dafür kennen wir zuhauf.

Aber der Spruch gilt auch andersherum: Nicht alles, was unscheinbar wirkt, ist nicht wertvoll. Wir haben das in den letzten 18 Monaten auch als Gesellschaft auf die harte Tour gelernt: Dass kleine Dinge, wie der Kaffee mit der Nachbarin, der Bummel in der Großstadt oder eine sorglose Abendmahlsfeier nicht mehr einfach möglich sind, hat uns auch ihren Wert gezeigt.

Übrigens: Das Bild zeigt das Secessionsgebäude, ein Kunstmuseum, in Wien. Die Blätter auf dem Dach sind nicht komplett aus Gold, sondern nur mit Blattgold überzogen. Aber sind sie nicht schön?

 

 

Birte Bernhardt, Vikarin 


Lichtblick am 03.09.2021 

 

Endlich wieder Sport

 

Wer rastet, der rostet. Das stimmt leider. Gestern ging es aber wieder richtig los: Sport in der Halle, auf einer richtigen Matte und nicht mehr auf eine Stunde begrenzt. Und trotz aller Sicherheitsmaßnahmen – es ist ein Erlebnis. Miteinander trainieren, miteinander reden, miteinander die Matte aufbauen und abbauen – all das, was sonst so selbstverständlich ist, wird in Coronazeiten etwas Besonderes. Menschen brauchen eben Gemeinschaft. Trotz Muskelkater freue ich mich auf die nächste Woche!

 

 

Pfarrer Stephan Weimann

 


Lichtblick am 31.08.2021

Reifezeit Spätsommerzeit 

 

Es ist die Zeit, in der wir reife Früchte pflücken, oder sie vom Boden aufsammeln. Wir kochen Kompott daraus, machen Mus und Marmelade. Einige Blüten und Pflanzen leuchten strahlend und besonders schön.  So unser Empfinden im Spätsommer. Wir halten fest, machen haltbar, was uns bleiben soll vom Sommer, der uns schmeckt. Es ist die Zeit, in der wir nicht nur Konfitüre kochen, sondern die Frage wagen sollten:

 

WOFÜR ist meine/ unsere Zeit gerade reif?

 

Astrid Rosenbaum-Foltin, Prädikantin i.A.


Lichtblick am 27.08.2021:

 

Meilensteine

Sie stehen unscheinbar am Wegesrand. Sie werden manchmal von uns übersehen. Sie sind auch nicht immer schön anzusehen. Sie setzen Moos und Patina an oder werden überwuchert, und bleiben doch für sich stehen. Und doch: meist kennen nur wir ihre Bedeutung. Die Meilensteine in unserem Leben! Die unvergesslichen Wegpunkte. Oft erst im Nachhinein. Niemand außer uns kann sie lesen und verstehen. Wir tragen sie unser Leben lang in Gedanken bei uns wie einen Schatz. Welches waren Ihre Meilensteine?

 

PeterRindermann@gmx.de

 


Lichtblick am 24.8.2021:

Wasserspender

Wasser spendet Leben – Wasser vernichtet Leben. Wasser löscht und überflutet Landstriche. Viele haben das in diesem Sommer so oder so persönlich erlebt. Man spricht nicht umsonst von Naturgewalten. Wenn in der Kirche Kinder und Erwachsene mit Wasser getauft werden, sind beide Bilder da: die lebensspendende Kraft des Wassers und Gottes Versprechen, dass er uns vor dem Chaos oder im Chaos retten will.

 

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann@ekir.de

 


Lichtblick am 20.08.2021:

 

Eine von uns

„Und was wäre, wenn Gott einer von uns wäre?“, fragt Joan Osborne in ihrem Lied „One of us“. Ich glaube: Dann wäre er unsere Nachbarin. Würde hören, wie wir leben, im Treppenhaus freundlich grüßen, Pakete für uns annehmen, vielleicht auch mal nachts aus dem Fenster raunzen, dass wer immer noch Musik hört, jetzt bitte, bitte mal das Fenster schließt.

Das Schöne ist: Selbst wenn Gott nicht unsere Nachbarin ist, vor 2000 Jahren hat Gott uns Jesus vorbeigeschickt. Damit wir wissen, dass wir nicht allein hier sind. Wenn wir das Fenster öffnen und auf die Geräusche der Stadt lauschen, hören wir da vielleicht auch Gottes heilige Geistkraft?

 

Birte Bernhardt, Vikarin

 


Lichtblick am 17.08.2021:

 

 

Innehalten - Ideen tanken


Unterbrechungen im Alltag sind meist nicht willkommen. An einer Bahnschranke stehen und warten auf den Zug, darauf dass die Schranke wieder aufgeht und man endlich weiter fahren oder gehen kann. Auf dem Rad vielleicht auch eine kleine Verschnaufpause nach anstrengendem Anstieg. Nutzen wir die Unterbrechungen um uns zu ärgern, oder vielleicht besser um uns zu besinnen und durchzuatmen und die Gedanken schweifen zu lassen. Denn das ist wichtig für die Kreativität. Freuen wir uns über die kleinen Zeitgeschenke am Tag.

 

 

Pfarrer Frank Schulte

 

 

 


 

Lichtblick am 14.08.2021:

 

Überflüssig

Was man wirklich braucht, merkt man oft erst, wenn alles weg ist. Mich beeindrucken die Berichte aus dem Ahrtal.

Kirchen dienen als Lager und Verteilstation für Kleidungsstücke, Lebensmittel. und Spielzeug für die Menschen dort, die alles verloren haben. Wasserverteilstellen sind aufgestellt, wie die Brunnen im Mittelalter oder an vielen Orten der Welt außerhalb Europas. Was wirklich gebraucht wird: Menschen in Krisenregionen wissen das. Was sicher keiner braucht sind Markierungen auf dem Boden, von wo ich mein Foto machen soll, wie am Schiffsanleger in Immenstaad am Bodensee.

 

Pfarrer Frank Schulte


Lichtblick am 09.08.2021:

 

 

Windrichtung

Von allen, die ich in den letzten Tagen nach ihren eigenen Lichtblicken fragte, bezogen sich Antworten immer auf soziale Kontakte wie z.B. Anwesenheit von Kollegen, der vorbeigebrachte Kaffee und Plätzchen dazu. Gemeinsam lachen, Menschen wiedersehen. Alles immer noch mit gebotener Vorsicht, dennoch wieder mehr möglich.

„Wir können den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen“ bedeutet, auch bei Gegenwind ankommen zu können. Dass die ganze Welt hart am Wind kreuzt, birgt die Hoffnung, dem Ziel immer weiter und immer näher zu kommen. Das lässt hoffen.

 

Yvonne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 06.08.2021:

 

92.000

 

92.000 Menschen, so viele leben ungefähr in Ratingen. Fast 92.000 Menschen, so viele sind in Deutschland seit Beginn der Pandemie offiziell an Covid-19 gestorben. Ein bedrückender Gedanke.

Auch wenn es jetzt Impfungen gibt, auch wenn Menschen in den Krankenhäusern ihr Äußerstes geben, auch wenn die Todeszahlen zurückgehen – wir wissen, eine lange Wegstrecke liegt noch vor uns.

Ein Lichtblick für mich wäre: Wenn wir die Toten und all jene, die um sie trauern, nicht vergessen.

 

Birte Bernhardt, Vikarin

 


Lichtblick am 02.08.2021:

 

Tiefenentspannt

Ein Blick aus dem Fenster: Schon wieder gemischtes Wetter – etwas feucht, auch nicht richtig warm. Aber immerhin scheint die Sonne, wenn sie eine Wolkenlücke findet. Sicher, den Sommer habe ich mir anders vorgestellt. Dafür ist er immerhin abwechslungsreich und überraschend. Was also tun? Wenn Rausgehen und Gartenarbeit ausfallen, dann muss ich eben mal sortieren, nachlesen, ein paar Regale durchsehen, vielleicht sogar das Buch vornehmen, das ich schon lange lesen wollte. Bei solchen Beschäftigungen dämmert mir das Glück: Einmal Zeit haben. Einmal nicht hetzen. Einmal der Seele Zeit lassen, damit sie hinterherkommen kann. Kurz gesagt: Endlich einmal tiefenentspannt. So lässt es sich leben!

 

Pfarrer Stephan Weimann

 


Lichtblick am 27.07.2021:

 

 

Gartenarbeit einmal „klassisch“

Zur Zeit – nach so viel Regen – komme ich mit dem Rasenmähen kaum noch nach. Allerdings benutze ich (wieder) einen klassischen Spindelmäher, der nur mit Muskelkraft betrieben wird. Wenn der Rasen zu schnell wächst, kann das Mähen zur Tortur werden. Und trotzdem: Es ist etwas Besonderes, langsam und fast lautlos zu mähen und dabei an dieses oder jenes zu denken. Und von manchen Stellen im Garten lasse ich ganz die Finger: Einen Igel unter der Brombeerhecke zu verletzen - das wäre mein Alptraum.

Es ist durchaus interessant, wie Gott die Gartenarbeit dort macht, wo ich mich nicht einmische. So konzentriere ich mich auf paradiesische Gartenarbeit: nachschneiden, was nötig ist, ernten, Ordnung halten – und ansonsten schauen und staunen. Das geht wirklich!

 

Pfarrer Stephan Weimann

 


Lichtblick am 22.07.2021:

Der Herr zog mich aus der grausigen Grube, aus lauter Schmutz und Schlamm, und stellte meine Füße auf einen Fels, dass ich sicher treten kann. Psalm 40,3

Wir alle sind sehr betroffen über die schlimmen Unwetter-Katastrophen in den Krisengebieten Sauerland, Eifel, Ahrtal und Süddeutschland. Was können wir tun?

Wir sind jetzt Gottes „Lichtblicke“. Wir sind Gottes Hände, die den Menschen helfen, die jetzt alles verloren haben und im Schlamm stecken. Die überhaupt nicht mehr wissen, wie sie da herauskommen können. Die um liebe Angehörige trauern müssen und kein Dach mehr über dem Kopf haben.

Auch wenn viele Betroffene am Ende sind und vielleicht auch ihren Glauben verloren haben:

Gott ist nahe denen, deren Not am größten ist!

Mit dieser Zuversicht können wir anpacken und helfen, damit diese Menschen in einigen Wochen, Monaten oder gar Jahren sagen können:

„Gott hat uns herausgeholfen und unsere Füße wieder auf festen Boden gestellt!“

 

Siegfried Pietzka, Prädikant


Lichtblick am 19.07.2021:

 

 

Muss man sich als Christ impfen lassen?

Der Vater beim Taufgespräch schaut mich herausfordernd an. Ich antworte: „Müssen? Ich selbst habe auch drüber nachgedacht, wegen möglicher Nebenwirkungen. So eine Impfung ist immer ein Eingriff von außen. Aber für mich stand im Vordergrund mein persönlicher Schutz, dass ich nicht schwer krank werde, mit Krankenhaus. Ich glaube, dass die Impfstoffe sehr gut untersucht sind. Und mir war wichtig, dass ich andere nicht so leicht anstecken kann. Man hat ja doch mit vielen Menschen zu tun.“

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann@ekir.de

 


Lichtblick am 13.07.2021

 

Privat

 

Was gehört mir?

Wenn ich komme, habe ich nichts dabei.

Wenn ich gehe, nehme ich nichts mit.

 

Wofür bin ich heute dankbar?

Es muss wohl ein Geschenk sein.

 

 

Peter Rindermann, Prädikant

 

PeterRindermann@gmx.de


Lichtblick am 06.07.2021:

 

Orientierung


Landmarken helfen sich zu orientieren. Viele Landmarken sind natürlich, wie besonders freistehende Bäume oder Felsen. Andere Landmarken hat sich der Mensch geschaffen, so zum Beispiel Leuchttürme oder Burgen oder eben wie hier auf dem Bild das Rheinorange In Duisburg beim Zusammenfluss von Rhein und Ruhr. Eine von weithin sichtbare Landmarke in reinstem Orange. „Zeige mir Herr Deinen Weg.“ Orientierung in der Bibel ist Gottes Wort. Es kann uns helfen, den richtigen Weg im Leben zu finden. Darum die Einladung mal in der Bibel zu lesen.

 

Pfarrer Frank Schulte

 


Lichtblick am 02.07.2021:

 

 

Alles gut in Gottes Schöpfung?

Was macht Unkraut zu Unkraut? Ist es das Aussehen oder die Nutzlosigkeit? Bei Giersch trifft beides nicht zu. Es sieht gut aus, blüht sogar schön und schmecken tut es auch. Trotzdem gilt es als „schlimmes“ Unkraut. Wahrscheinlich weil er sich zu stark ausbreitet und alles überwuchert. Würde sich der Giersch in vornehmer Zurückhaltung üben, wäre er wohl ein Heilkraut. Was lernen wir also vom Giersch? Auch wenn wir uns von Unkraut gestört fühlen, bleibt es doch Gottes gute Schöpfung. Und der genauere Blick lässt uns dann am Ende vielleicht auch das „Gute“ erkennen.

 

Ihr Frank Schulte, Pfarrer

frank.schulte@ekir.de

 


Lichtblick am 28.06.2021:

 

Im Norwegischen gibt es den Gruß „God sommer“! – „Hab(t) einen schönen Sommer!“ In einem Land, in dem es nur wenige Monate warm wird und in dem im Juli eigentlich fast alle Urlaub haben, erschließt sich dieser Satz unmittelbar.

Aber auch hier in Deutschland möchte ich oft „Habt einen schönen Sommer“ sagen. Habt einen schönen Sommer, genießt die Wärme, die schöne Natur in unserer Stadt, das ein oder andere Eis, die Möglichkeiten, die sich gerade bieten nach diesem langen Winter. Hört die Vögel und haltet eure Füße ins Wasser. Freut euch, dass ihr da seid!

Also: God sommer! Haben Sie einen schönen Sommer!

Birte Bernhardt, Vikarin

 


Lichtblick am 23.06.2021:

 

Der Mauspfad

 

Von den insgesamt 17 Touren des Neanderlandsteiges führen drei durch Ratingen. Auf einem Teil geht man über den Mauspfad, die sogenannte „A3 des Mittelalters“. Heute begegnen einem auf diesem mittelalterlichen Handelsweg, der einst den Niederrhein mit Frankfurt verband, Spaziergänger mit und ohne Hund und auch manche Radfahrer. Wir grüßen uns freundlich im Vorübergehen und achten darauf, uns Platz zu lassen. Diese Freundlichkeit tut gut. Und so denke ich dabei an den Bibelspruch:

„Freundliche Reden sind Honigseim, süß für die Seele und heilsam für die Glieder.“ Sprüche 16:24

Yvonne Preiß, Presbyterin

 


Lichtblick am 18.06.2021:

 

 

Langersehnte Freiheiten dank sinkender Inzidenzzahlen ziehen viele Menschen nach draußen. Nicht nur in überfüllte Biergärten, sondern manche eher in die Natur. Überall stehen wie kleine Sonnen Margeriten mit ihren strahlend weißen und hellgelben Blüten auf den Wiesen. Ihr Name kommt aus Babylon und bedeutet wörtlich übersetzt Perle. Und man versteht, was Paul Gerhardt bewegte als er 1653 dichtete: „Geh aus, mein Herz, und suche Freud in dieser lieben Sommerzeit an deines Gottes Gaben; Schau an der schönen Gärten Zier, und siehe, wie sie mir und dir sich ausgeschmücket haben.“


Matthias Leithe, Pastor

 


Lichtblick am 15.06.2021:

 

Im Deutschen unterscheiden wir zwischen Freundinnen und Freunden einerseits und Bekannten andererseits. Bekannte, das sind Leute, die man kennt und oft auch mag, die man aber zu selten sieht, um mit ihnen befreundet zu sein. So war es einmal.

Corona hat die Grenzen verschoben: Auch Menschen, die weit entfernt leben, kommen plötzlich auf den digitalen Kanälen so oft im eigenen Leben vor, dass der Begriff Bekannte gar nicht mehr passt, viel zu wenig ist. Vielleicht ist das eine der wenigen Errungenschaften in der Pandemie?

Birte Bernhardt, Vikarin

 


Lichtblick am 11.06.2021:

 

Luft

Als ich in Amberg am noch geschlossenen Luftmuseum vorbeikam, war mein erster Gedanke: Es gibt wirklich für alles ein Museum. Aber bei weiterem Nachdenken begann ich mich für das Thema zu begeistern. Was wären wir ohne Luft:
Da ist die Luft zum Atmen und die Luft, die uns trägt. So wie es beim einem Heißluftballon, dem Flugzeug oder auch im Schlauchboot auf dem Wasser geschieht. Da ist die Luft, die Strom erzeugt und Maschinen antreibt. Mit Luft kann man spielen, musizieren und Kunstwerke gestalten. Das Thema Luft ist für ein Museum viel zu groß - und für EINEN Lichtblick auch. Darum gehe ich jetzt erst mal raus und genieße die gute Luft.

 

Frank Schulte, Pastor

 

 

 


Lichtblick am 01.06.2021:

Ich liebe den Frühling! Wie schön wäre es, wenn Blumen im Garten nie mehr verwelken würden. Blühende Blumen, immergrüne Wiesen, Bäume die keine Blätter mehr verlieren. Dazu noch Menschen, die nicht mehr alt und gebrechlich werden, sondern immer so richtig im Saft des Lebens stehen. Traumhaft dieser Gedanke!

Die Realität ist eben eine andere:

Blumen blühen und verwelken wieder. Menschen werden geboren und müssen doch irgendwann Abschied nehmen von diesem irdischen Leben. Wir haben darauf keinen Einfluss.

Gibt es denn wirklich nichts was Bestand hat auf dieser Welt? Ja, denn Gott ist der Macher des Lebens. Er bestimmt Anfang und Ende. Wenn ich mich auf Gott verlasse, nach seinen Maßstäben lebe, habe ich Zukunft. Nach meinem irdischen Leben wird es weitergehen.

Siegfried Pietzka, Prädikant

 


Lichtblick am 26.5.2021:


 

Gedanken im Nachklang von Pfingsten

„Über den Wolken, muss die Freiheit wohl grenzenlos sein“, sang Reinhard Mey in den 1970er Jahren und widmete die Zeilen denen, die am Flughafen Berlin-Tempelhof lebten.

Und unter den Wolken? „Der Herr wirkt […] durch seinen Geist. Und wo der Geist des Herrn wirkt, da herrscht Freiheit.“ (2Kor 3,17).

Ihre Birte Bernhardt

Birte.bernhardt@ekir.de

 


Lichtblick am 21.05.2021:

 

Auf Napoleons Spuren

 

Thomas Schuler nimmt mich mit: zum Hospiz auf dem Großen St. Bernhard, nach London, jetzt nach Regensburg. „Auf Napoleons Spuren“ ist ein spannendes Leseerlebnis. Das Buch bietet reichlich Ideen für eigene Erkundungen – wenn „Corona“ wieder vorbei ist. Bis dahin kann ich mich in die Welt vor 200 Jahren versenken, mir ein eigenes, durchdachtes Bild der Geschichte machen und versuchen, ihre Rätsel zu lösen. Lesen ist nach wie vor eine großartige Freizeitbeschäftigung. Ein gutes Buch – darauf kann ich mich freuen!

 

Ihr Stephan Weimann

Stephan.weimann[at]ekir.de

 

 


Lichtblick am 14.05.2021:

Risotto

Ich koche gerne Risotto. Dabei braucht man Zeit und Geduld. Beides habe ich eigentlich nicht. Aber ohne das gelingt das Risotto nicht. Wenn der Reis und die Zutaten vorbereitet sind, muss man nämlich immer wieder kleinere Mengen Gemüsebrühe und Wein zum Reis im Topf gießen. Vor allem die ganze Zeit den Reis unter kleiner Flamme rühren, rühren, rühren. Langsam, stetig und gleichmäßig, damit es unten nicht anbrennt. Wenn gegen Schluss der geriebene Parmesan dazu kommt, ist es zur Mahlzeit nicht mehr weit hin.

Die allermeisten von uns, auch ich, wollen sobald wie möglich wieder was erleben: Viele denken an zukünftige Restaurantbesuche, Reisen, Shoppen und vieles mehr. Das ist sicher eine Strategie, um die Einschränkungen der Pandemie zu überstehen. Allerdings werte ich mit solchen Gedanken den gegenwärtigen Augenblick ab. Mein Leben findet dann nicht jetzt in diesem Moment, sondern in einer Zukunft statt, von der gerade keiner weiß, wie sie wird. Darum koche ich gerne Risotto. Damit es gelingt, braucht es Zeit, Geduld und meine Aufmerksamkeit in diesem Moment. „Die Gegenwart ist die einzige Zeit, die uns gehört“ (Blaise Pascal).

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor,     gertulrich.brinkmann@ekir.de


Lichtblick am 10.05.2021:

 

 

Woher? Wohin?

Das Bild zeigt den Weg von der Waldkirche zur Straße. Woher? Von der Kirche, aus dem sicheren Grund Gottes kommend. Wohin? In die Weite des neuen Tages. Jeden Tag darf man gespannt sein auf das, was da kommt. Biblische Weisheit heißt auch immer: Im Vertrauen auf Gottes Begleitung zu leben und Neues zu wagen. Mut zu haben neue Wege zu gehen und in die Weite der Welt zu wirken.

 

Ihr Frank Schulte, Pfarrer

frank.schulte@ekir.de

 


Lichtblick am 04.05.2021:

 

KREUZKÜMMEL – Würze des Lebens

Wo, wer oder was ist unsere momentane Würze des Lebens? Diese zu entdecken fällt uns zunehmend schwerer. Aber es gibt sie weiterhin. Vielleicht können wir sie unter anderem in besonderen Gewürzen entdecken? Die Bibel  - die Gebrauchsanweisung  des Lebens - ist voll davon. Bei Jesaja 28, 24-29 wird sogar zwischen Schwarzkümmel und Kreuzkümmel unterschieden und wir erhalten eine Anweisung, wie wir säen und ernten sollen. Vers 29 endet mit: „Auch dieses Wissen kommt vom HERRN Zebaot. Er gibt wunderbaren Rat und sorgt für großen Erfolg.“ Nutzen wir diese für uns oft exotischen Pflanzen und Gewürze der Bibel und machen diese zur Würze unseres Lebens.

Astrid Rosenbaum-Foltin,  Lektorin

Astrid.Rosenbaum-Foltin@ekir.de

 


Lichtblick am 11.04.2021:

 

Krisen und Chancen

 

Gestern Abend kamen im Fernsehen gleich mehrere Werbespots, die ausnahmsweise sehenswert waren. Weil sie Möglichkeiten für die Zukunft aufweisen: vom Festschmaus aus Erbsen über Vermeidung von Verpackungsmüll bis zu Gedanken über die Ausplünderung der Weltmeere. Manchmal bringen uns Krisen zum Nachdenken. Und wenn das Nachdenken nicht hier beginnt, in einem weit entwickelten Land – wo dann? Im Dunkel jeder Krise brennt auch immer ein Licht der Hoffnung. Weil zum Glück nicht alles festgelegt ist.

 

Pfarrer Stephan Weimann

Stephan.weimann@ekir.de

 


Lichtblick am 27.3.2021:

 

Lücken füllen

Kürzlich sah ich gemeinsam mit meiner Frau eine zweiteilige Dokumentation über das Verhältnis zwischen dem Iran, Israel und den USA. Es geht um einen Zeitraum, der komplett in unserer Lebenszeit liegt. Aber wie viel wussten wir noch nicht und wie viel lässt sich jetzt im Rückblick neu einordnen! Es passt gut zu dem Buch „Haddsch“ von Leon Uris, das ich gerade lese. Das Buch über einen palästinensischen Muchtar im Zeitraum von 1922 bis 1956 ist ziemlich einseitig aus der Sicht des Westens geschrieben. Aber es macht mir Lust, mich mit einer Geschichte zu befassen, die bis in die Gegenwart hineinreicht. Jetzt, in Coronazeiten ist dafür mehr Zeit als sonst.

Stephan Weimann, Pfarrer 

Stephan.Weimann[at]ekir.de

 


Lichblick am 25.03.2021:

 „Meine Papierobjekte leben von Licht und Schatten, eröffnen Einblicke und Durchblicke, die dem Betrachter eine intuitive Wahrnehmung ermöglichen,“ sagt die international anerkannte Künstlerin Mirela Anura. Durch den Ausstellungsort, die evangelischen Versöhnungskirche am ökumenischen Maximilian-Kolbe-Platz in Ratingen West, kommt dabei automatisch das Leben der Ausstellungsbesucher vor Gott in den Blick. Gold und Weiß sind die verwendeten Farben der Kunstobjekte. Farben, die in der Kirche für Gott, Ostern und Gottes Wirken in der Welt stehen. Der Ort, die Auswahl der Farben und des Materials ermöglichen es so, die vorösterliche Freude in dieser pandemischen Krisenzeit neu zu entdecken: „Ich lebe und Du sollst auch leben“ lautet die tröstliche und ermutigende Botschaft des Auferstandenen an uns alle.

Ihr Matthias Leithe, Pfarrer             Matthias.Leithe[at]ekir.de

(Foto: Beate Meurer)


Lichtblick am 23.03.2021:

 

 

Gottes Kind

Ein Stück aus Psalm 139, abfotografiert aus der Bibel in der Stadtkirche.

Dieses alte biblische Gebet sagt: „Du bist Gottes Geschöpf. Du bist kein Kind des Zufalls, sondern Gottes Kind.“

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de

 


Lichtblick am 17.3.2021:

 

 

Es geht voran

 „Keine Atempause Geschichte wird gemacht es geht voran.“ So textete Fehlfarben in den achtziger Jahren. Auf dem Bild: Der Punkt, wo umkehren unmöglich wird. Ich habe es fotografiert im Gardaland, im Anstehbereich einer Achterbahn, die den Gästen viel abverlangt: Freier Fall, Loopings, Geschwindigkeit. Wer da steht, muss sich entscheiden. Manche freut sich auch schon auf das, was auf sie zukommt. So ist es oft in unserem Leben: Freude auf Neues und die Unsicherheit nicht doch besser umzukehren. In diesem Fall bin ich froh, nicht umgekehrt zu sein.

 

Ihr Frank Schulte, Pfarrer

frank.schulte[at]ekir.de

 


Lichtblick am 11.3.2021:

 

Mondnacht

„Und meine Seele spannte weit ihre Flügel aus, flog durch die stillen Lande, als flöge sie nach Haus.“ J. v. Eichendorff
Diese Zeilen, meisterhaft vertont von Peter Schindler, sang ich als Mitglied des Chores O-Ton 2019 ganze zwei Mal auf der großen Bühne im Stadttheater. So sehr mir der Chor fehlt, freut mich in diesen Tagen die Begrüßung des allmorgendlichen Vogelgesangs. Er ist so fröhlich und vergnügt. So viele Kraniche sind jetzt vorbeigezogen und haben die Luft mit ihren schönen Tönen erfüllt. Dabei habe ich an die See gedacht, wo ich sie oft sah und auch an die vorwitzigen Möwen. Gefiederte Freunde verheißen bessere Zeiten mit ihrem Gesang. Und dann singe ich mit Ihnen und die Seele spannt ihre Flügel aus. Singen macht froh.

Yvonne Preiß, Presbyterin

yvonne.preiss[at]ekir.de

 


Lichtblick am 8.03.2021:

 

Weltgebetstag

Immer am ersten Freitag im März wird in christlichen Kirchen rund um die Welt der Weltgebetstag gefeiert, so auch in diesem Jahr. Vorbereitet wurde die Feier in diesem Jahr von Frauen aus Vanuatu, einem kleinen Inselstaat im Südpazifik. Es ist ein schönes Gefühl, dass wir Menschen rund um die Welt miteinander beten und feiern können – gerade in diesen Zeiten. Wir erinnern uns daran, entsprechend dem Motto des Weltgebetstags 2021: „Wer Gott, dem Allerhöchsten, traut, der hat auf keinen Sand gebaut.“

Birte Bernhard, Vikarin

Birte.Bernhard[at]ekir.de

 


Lichtblick am 4.3.2021:

 

Bunte Steine

Auf meinen Wegen durch die Stadt sehe ich immer wieder bunt bemalte Steine. Heute kreuzte ein wasserspeiender Drache am Meer meinen Weg. Ich stutze kurz und schmunzelte dann. In meinem Kopf entstanden wilde Geschichten vom kleinen Drachen, der nichts anzünden kann. Was er wohl erlebt? Ein Lächeln huschte über mein Gesicht. Danke an alle, die mit kleinen und großen Gesten für gute Laune sorgen!

 

Birte Bernhard, Vikarin

Birte.bernhard[at]ekir.de

 


Lichtblick am 25.2.2021:

 

Hanau-Gedenken

 

Wirklich kein Lichtblick ist es, dass die Gedenktage für Opfer rechter Gewalt immer mehr werden. Jetzt beim Hanau-Gedenken bewegten mich die vielen privaten und persönlichen Initiativen zum Gedenken an die Opfer. Ein Hoffnungszeichen für das Miteinander der Menschen in Deutschland.

 

Frank Schulte, Pfarrer

frank.schulte[at]ekir.de

 


Lichtblick am 22.2.2021:

 

Salvator

Für sein Alter ist er nicht viel rumgekommen, in über 600 Jahren nur 40 km. Bis zur Reformation stand er in der Salvatorkirche in Duisburg: Die Figur des Salvators, Christus der Retter. Danach stellte man den „Ölgötz‘“ in die Abstellkammer. 1556 sollte er ins „hillije Kölle“, in den Dom, kam aber nur bis Nievenheim. Was erzählt die alte Figur? Wie ein 3-D-Bilderbuch der Jahrhunderte: der Salvator, Christus der Retter, er hat auffällig übergroße Hände. Eine Hand segnet, die andere hält die Welt, die vom Kreuz überragt wird. Ich nehme es als 3-D-Predigt aus einer anderen Zeit. Was für ein Bild: übergroßer Segen und Geborgenheit, gehalten in einer großen Hand über und unter einer bedrohten Welt. Die Krone bekam er erst vor 300 Jahren, zum Dank als die Pandemie vorüber war. Es war die Pest.

Peter Rindermann, Prädikant 

PeterRindermann[at]gmx.de

 


Lichtblick am 16.2.2021

 

 

Flüchtig

Ein flüchtiges Foto: Ich habe auf einem Winterweg versehentlich den Auslöser gedrückt. Erst beim Durchsehen am Abend begegnet mir das flüchtige Foto. Ich will es gerade löschen, zögere aber: Spuren im Schnee, die mit dem nächsten Wind, Schneefall oder im Sonnenschein verschwinden werden: Auch das Motiv ist flüchtig. „Alles Vergängliche muss ein Ende nehmen“ sagt Jesus Sirach (14,20) in der Bibel. Mit den Spuren im Schnee wirkt der Satz nicht düster. Auch Beschwerliches nimmt ein Ende.

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann@ekir.de

 


Lichtblick am 12.2.2021:

 

Himmelblau

 

„Der Himmel ist blau, und der Rest deines Lebens liegt vor dir“ singt Farin Urlaub von den Ärzten*. Das klingt doch verheißungsvoll im Grau des Lockdown und im Gestrüpp der Pandemie. In den Urlaub fahren! Und was vor uns liegt ist himmelblau.

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de

  

* für jüngere Leser*innen erklärt: Das ist eine sehr gute Punkband

 


Lichtblick am 5.2.:

 

Aussortieren

 

Es hat sich viel angesammelt in den letzten beiden Jahrzehnten: Bücher, DVDs, Kinderspielzeug und all die Dosen und Gläser, die einfach zu schade zum Wegwerfen sind. Es kostet zwar Überwindung, sich ans Aussortieren zu machen. Aber die Gelegenheit ist günstig. Und beim Sortieren merke ich: Man kann auch mit weniger Dingen auskommen. Manches ist zwar schön – aber es hat seine Zeit hinter sich. So wird nun verschenkt, weitergegeben und auch weggeworfen. Ich kann abschließen – und mich auf die Zukunft einstellen.

 

Ihr Stephan Weimann

Stephan.weimann[at]ekir.de

 


Lichtblick am 28.1.2021:

Schnee

Und selbst wenn es manchmal den Individualverkehr einschränkt: Endlich hat es in diesem Winter ein bisschen Schnee gegeben!

Im Poensgenpark bilden die Enten einen farbenfrohen Kontrast zu ihrer weißen Umgebung. In der Nachbarschaft ist die ein oder andere Schneemannfamilie eingezogen. Am Grünen See wurden Kinder auf Schlitten und Ski gesehen. Und im Wald fühlt man sich in ein Märchen versetzt. Wie schön, dass trotz allem die Jahreszeiten einfach weitergehen!

Birte Bernhardt, Vikarin; birte.bernhardt[at]ekir.de


Lichtblick am 15.1.2021:

 

Kunst am Wegesrand


Eine kleine Überraschung auf einem Spaziergang. Da hat jemand fast einen kleinen Altar gebaut: Schnecke, Mandarine, Tomate und das Wort "Lebe" auf einer Kugel. Was bedeutet das, die Kunst am Wegesrand. Eine Aufforderung an die Schnecke zum Leben zu erwachen, oder eine Erinnerung daran, wie lebendig der Wald ist. Ich glaube, es ist eine Aufforderung an uns, an jeden, der vorbeigeht, das Leben zu genießen.

Pfarrer Frank Schulte

frank.schulte[at]ekir.de

 

 

 


Lichtblick am 12.01.:

 

 

Draußen ist es gefühlt ziemlich dunkel – die Pandemie nimmt an Stärke zu, viel zu viele Menschen erkranken und sterben. Aber es gibt auch Lichtblicke:

·       Die vielen Menschen, die sich in der Versorgung der Erkrankten und bei der Prävention engagieren.

·       Die vielen Menschen, die sich umsichtig verhalten, um sich und andere zu schützen – auch wenn es ihnen viel, manchmal zu viel, abverlangt.

·       Die Nachricht, dass die Impfzentren viele Bewerbungen von Menschen aus allen Berufsgruppen bekommen – oft bewerben sich viel mehr Menschen, als derzeit gebraucht werden.

·       Das Staunen darüber, wie viel im vergangenen Jahr auch gelernt wurde – und wie kluge Köpfe es auf der Welt gibt, die ihre Kompetenzen jetzt zum Wohle aller einsetzen.

All das macht mich demütig und dankbar.

Vikarin Birte Bernhardt

birte.bernhardt@ekir.de

 

 

 

 


Lichtblick am 5.1.2021:

 

 

Befiehl du deine Wege

„Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn, er wird´s wohl machen“ schreibt der Dichter des Psalms (Ps 37,5). Er meint damit in altertümlicher Sprache: Befiehl dich Gott an, vertraue ihm. Denn solches Gottvertrauen lässt dich zuversichtlicher durch dein Leben gehen. Auf geraden und verschlungenen Wegen, auf sicheren Straßen und im unwegsamen Gelände, auf gut markierten Wandersteigen und Trampelpfaden, bei denen man nicht so genau weiß, wohin sie führen. Vertrau dich Gott auf deinen Lebenswegen an.

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann@ekir.de