L I C H T B L I C K E

L I C H T B L I C K E "2.0"

Hier unsere regelmäßigen Lichtblicke an Sie!

Bleiben Sie gesund und behütet und behalten Sie guten Mut.

 

Lichtblick am 06.10.2022:

 

Mit leeren Händen steh ich da, mit Angst vor vielen Dingen. Bleib mir in schweren Zeiten nah und hilf mir, neu zu singen: von Dir, dem Felsen, der mich stützt, von Dir, der Burg, die mich beschützt, von Dir, du meine Stärke.

 

(Eugen Eckert)

 

Dirk Oberbanscheidt


Lichtblick am 30.09.2022:

 

Boiler kaltstellen

 

Die Notwendigkeit, Energie zu sparen, macht erfinderisch:

Zuerst einmal wird der Boiler ausgestellt. Dann wird praktische Wissenschaft betrieben: Wie lange bleibt warmes Restwasser im abgeschalteten Boiler warm? Wie warm wird das kalte Wasser, das ich im Kessel auf eine abgestellte Herdplatte stelle, auf der eben noch das Mittagessen kochte? Wie lange vor Gebrauch muss ich den Boiler wieder anstellen, wenn ich ihn doch einmal brauche?

Nutzen wir unsere Zeit für neue Erkenntnisse! 

 

Pfarrer Stephan Weimann


Lichtblick am 25.09.2022:

 

Hilfe!

Ein altes Gebet aus der biblischen Sammlung der Psalmen:

Gott sagt "Rufe mich an in der Not!"

 

Pfarrer Dr. Gert Ulrich Brinkmann


Lichtblick am 20.09.2022:

 

Mein Platz


Wo ist mein einladender Platz?
Wo warten Menschen darauf, dass ich mich neben sie setze?
Wo bin ich zuhause? In der Familie, an meinem Lieblingsplatz, bei der Arbeit?
Danke dafür!

 

 

Peter Rindermann, Prädikant

 


Lichtblick am 12.09.2022:

 

Andere Wege

Zwei Seile über der Wupper bei Solingen. Auf diesen Seilen kann man die Wupper trockenen Fußes überqueren. Nicht balancierend, sondern in einer Art Boot, das auf den Seilen mit Muskelkraft bewegt wird. Die „Schwebefähre“ war vielleicht zu Beginn eine witzige Idee, aber anderseits ist sie an der Wupper als Fähre alternativlos. Für eine Fähre reicht das Wasser der Wupper nicht. Eine Brücke unterhalb der Müngstener Brücke wäre ästhetisch schwierig. Und so gibt es diesen neuen, anderen Weg - vielleicht ein Beispiel für unsere anderen Wege, die wir im Leben immer wieder einschlagen.

 

Pfarrer Frank Schulte


Lichtblick am 08.09.2022:

 

Neues entdecken

Der Mensch wird als neugieriges Wesen geboren. Stück für Stück erobern wir uns als Kinder unsere Welt. Meist wird die Frequenz neuer Entdeckungen mit zunehmenden Alter kleiner. Ab und zu aber kommen dann ganz unverhofft neue Dinge um die Ecke: Wussten Sie, dass es Lakritzeis mit Lakritzstreuseln gibt?

Welche erfreulichen Neuentdeckungen haben Sie zuletzt gemacht?

 

Pfarrerin Dr. Birte Bernhardt


Lichtblick am 05.09.2022:

 

Nette Begegnungen in Sachsen

 

Die ersten Erfahrungen mit Sachsen vor 24 Jahren waren sehr positiv – also machten wir in diesem Jahr Urlaub in Großröhrsdorf bei Dresden.

Großröhrsdorf ist kein Touristenort, aber für uns ideal: Wir konnten viel mit den Menschen dort sprechen, über Freuden und Sorgen. Wir erinnern uns an viele richtig nette Begegnungen. Und nächstes Jahr geht es wieder dorthin. Wir freuen uns schon darauf.

 

Pfarrer Stephan Weimann


Lichtblick am 31.08.2022:

 

Gemeinsam feiern geht!

Ob Oper oder Theater, ob Parteiversammlung oder Gottesdienst, ob Konzert oder Chorprobe: das soziale Leben hat unter der Pandemie gewaltig gelitten. Und viele finden den Weg noch nicht zurück in ihre alten Gruppen und Aktivitäten. Umso erfreulicher, dass das Emmausfest am letzten Wochenende supergut besucht war. Fast alles fand draußen statt. Gottesdienst, Spiele für die Kinder, Essen und Trinken an langen Tischen und viele Gespräche. Alle haben erlebt: Wir kriegen das wieder hin in der Kirche mit Begegnung und Feiern.

 

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 25.08.2022:

 

Groß und Klein

 

„Seht zu, dass ihr nicht einen von diesen Kleinen verachtet. Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters im Himmel.“ Matthäus 18,10

Jesus lehrt uns, dass wir Menschen die Kinder und niemanden, der aus menschlicher Sicht als klein gilt, verachten. Er lehrt uns auch, selber klein zu bleiben.

Von dieser Demut bräuchten viele Erwachsene oft so viel mehr. Wenn „die Großen“ mehr auf „die Kleinen“ achteten, wäre wohl mehr Frieden auf Erden. Ich wünschte, die Engel hätten viel mehr Einfluss auf das irdische Denken und Tun.

 

Yvonne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 19.8.2022:

 

Rasten

Eine Pause machen an einem Aussichtspunkt: Das macht aus einer Wanderung ein besonderes Erlebnis. Dazu eine kräftige Stulle essen. Und bei der Hitze in diesem Jahr: Trinken, trinken, trinken. Dann in die Landschaft schauen und den Blick mit den Wolken ziehen lassen. So kann sich auch der Geist ausruhen. Das vierte Gebot in der Bibel sagt: Am siebten Tag sollst du ruhen. Für Wanderer heißt das: Nach 7 km kannst du mal eine Pause machen.

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 12.08.2022:

 

Kunst im Alltag

Als ich in Florenz das erste veränderte Einbahnstraßenschild entdeckte, hielt ich das noch für einen lustigen Witz eines Anwohners. Das zweite Schild war ein Halteverbot-Schild mit einem Panzer. Da habe ich überlegt, dass sich da doch jemand etwas gedacht hat. Dann entdeckten wir ein kleines Atelier. Ein aus Frankreich stammender Künstler lebt in Florenz und macht aus Straßenschildern kleine Kunstwerke. Eine Freude für jeden, der vorbeigeht und keinerlei Behinderung des Straßenverkehrs. Mich haben danach viele Schilder zum Lachen gebracht und erfreut. Kunst gehört eben in den Alltag.

 

Pfarrer Frank Schulte


Lichtblick am 08.08.2022:

 

"Was bleibt, sind Glaube, Hoffnung, Liebe – diese drei. Doch am größten von ihnen ist die Liebe."

(1. Kor 13,13, Basisbibel)

 

Pfarrerin Birte Bernhardt


Lichtblick am 05.08.2022:

 

Segen auch in schweren Zeiten


Corona einerseits – Krieg in der Ukraine andererseits. Es gibt schon so manches, was uns den Tag verdunkeln kann. Aber es gibt auch einen Segen, über den ich nur staunen kann. Begonnen hat es mit den roten Johannisbeeren, die in diesem Jahr überreichlich wuchsen. Derzeit hängt der Feigenbaum voller Früchte – und bei den Brombeeren scheint es in diesem Jahr einen Ernterekord zu geben.

Segen in schweren Zeiten. Dank sei Gott dafür!

Pfarrer Stephan Weimann


Lichtblick am 01.08.2022:

 

Sicherheit


„Das ist doch sehr einschränkend“, sagt mein Gegenüber. „Wieso machst du dir da überhaupt so einen Kopf? Bisher ist doch alles gut und meinem Neffen, dem geht’s jetzt auch wieder gut. So ein
kleines Ereignis, das ist doch nicht so schlimm. Ach so, und wir haben auch noch Betten auf der Intensivstation frei.“ Ich schüttele den Kopf, schließe meinen Sicherheitsgurt und dann geht’s los. Wenn ich ihn brauchen sollte, ist er da. Und wenn nicht, dann nehme ich ihn eigentlich auch nicht störend wahr – denn ich weiß: Wenn’s drauf ankommt, dann habe ich deutlich mehr Schutz als ohne und die Leute, hinter denen ich sitze, sind vor mir geschützt. Der Autohersteller Volvo hat mit der schnellen Freigabe seines Patents für den Drei-Punkt-Gurt von 1958 viele Leben gerettet. Hören wollten das viele lange nicht. Aber seitdem fast alle den Gurt benutzen, ist die Zahl der Unfalltoten stark gesunken. Ein Lichtblick.


Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 24.7.2022:

 

Der Knoten

Der Dom in Trient wird von vielen Säulen getragen. Eine ist durch diesen Knoten verziert. In der christlichen Ikonographie steht der Knoten für die Drei-Einigkeit Gottes. In Jesus Christus sind Gottheit und Menschlichkeit vereint, also zusammengeknotet. Doch auch in anderen Religionen ist der Knoten ein Symbol für die Ewigkeit oder eine besonderen Verbindung mit Gott - so auch bei dem Mythos um den berühmten „Gordischen Knoten“. 

Darum soll der Knoten am Dom von Trient die Menschen an ihre Verbindung zu Gott und in die Ewigkeit erinnern.

 

Pfarrer Frank Schulte


 

Lichtblick am 19.7.2022:

 

Blütezeit


Im Sommer, wenn die Natur in voller Blüte steht, sind viele Menschen auf
Reisen. Man wünscht sich Gutes, eine tolle Zeit, freut sich auf das
Wiedersehen. Oft denke ich dabei an das Lied von Markus Pytlik, in dem es
so schön heißt:

„Möge die Straße uns zusammenführen und der Wind in deinem Rücken
sein, sanft falle Regen auf deine Felder und warm auf dein Gesicht der
Sonnenschein. Und bis wir uns wiedersehen, halte Gott dich fest in seiner
Hand.“

Für mich war es neu zu lesen, dass der Komponist seit 1990 einen Chor
namens „Lichtblick“ leitet. Zufälle gibt`s...


Yvonne Preiß, Presbyterin

 


Lichtblick am 15. Juli 2022:

 

Klare Worte

 

Im Internet entdecke ich, was die Theologin Margot Käßmann zur Trauung des FDP-Politikers Lindner geschrieben hat. Zur Erinnerung: Hier wurde ein Ehepaar ohne Beziehung zur Kirche trotzdem getraut. Mir war und ist das sehr peinlich. So etwas fällt ja auf jede Pfarrerin und jeden Pfarrer zurück. Aber Margot Käßmann spricht sich deutlich dagegen aus, auch dann zu trauen, wenn beide Partner ihrer Kirche den Rücken gekehrt haben. Vielen Dank, Frau Käßmann! Ihre Worte sind ein Lichtblick!

 

Pfarrer Stephan Weimann


Lichbblick am 11.07.2022:

 

Denn jetzt sehen  wir nur ein rätselhaftes Spiegelbild.

Aber dann sehen wir von Angesicht zu Angesicht.

Jetzt erkenne ich nur Bruchstücke.

Aber dann werde ich vollständig erkennen,so wie Gott mich schon jetzt vollständig kennt.


aus  1. Korinther 13

 

Peter Rindermann, Prädikant


Lichblick am 07.07.2022:

Sommer in der Stadt


Das heißt in Ratingen:


- Der Geruch von Regen auf warmen Asphalt
- Die Nattern im Wald in Mitte
- Ein schnell schmelzendes Eis in der Fußgängerzone
- Kreischende Kinder im Freibad
- Kühle im Schatten der Bäume
- Bunte Blumen auf den Straßenbegrenzungen


Wie schön!

 

Ihre Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 03.07.2022:

 

Ein gutes Motto für den Sommer: „Mal wat anderes“. Mal was anderes sehen. Vielleicht ein Ausflug auf die andere Rheinseite. Oder mal was anderes hören, ein Hörbuch, das von Platz 7 der Bestsellerliste. Oder mal gar nichts machen, sich in eine Kirche setzen und die Stille sprechen lassen. Mal wat anderes.

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 30.06.2022:

 

„Ach denk ich, bist du hier schön und lässt du´s uns so lieblich gehen auf dieser armen Erden:

Was will doch wohl nach dieser Welt dort in dem reichen Himmelszelt und güldnen Schlosse werden!“

 

Paul Gerhardt 1653

 

Pfarrer Matthias Leithe

Lichtblick am 27.06.2022:

 

Blätter im Wind

Wenn ich traurig bin - mal wieder etwas nicht so geklappt hat, wie gehofft oder eine Begegnung unerfreulich war –, dann schaue ich gern rechts aus dem Arbeitszimmer auf die großen Bäume mit ihrem dichten Blätterwerk, die sich im Wind wiegen. Es ist schon wahr: „Wälder, Felder, jedes Tier zeigen Gottes Finger hier.“ Gut zu wissen, dass es außer unserer kleinen Welt auch noch eine große Welt um uns herum gibt. Wer so Wundervolles erschafft wie Baum oder Käfer, der wird auch Wege finden, wo unser Fuß gehen kann. Öffnen wir uns der Welt, die sich sichtbar und unsichtbar um uns weitet!

Pfarrer Stephan Weimann

 


Lichtblick am 23.06.:

Es könnte alles so einfach sein


Ja wirklich, beim Betrachten dieser kleinen Landschaft, die auf dem Asphalt gewachsen ist, kann man über die Vielfalt des Lebens einfach nur staunen. Da wächst etwas, etwas Schönes, an einem Ort, wo Leben unmöglich erscheint. Vielleicht schaffen wir es auch, Unmögliches möglich zu machen. Zum Beispiel einfach nur offen und ehrlich miteinander umzugehen, um so das Leben etwas einfacher zu machen.

 

Pfarrer Frank Schulte


 

Lichtblick am 19.06.2022:

 

Der Herr behüte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!

 

Ja, es gibt einen, der die Macht hat, uns Tag für Tag, bis in die Ewigkeit, in seine Obhut zu nehmen. Mit Blick auf diesen Herrn kann ich heute in den Tag gehen und die Aufgaben angehen, die mir begegnen.

Ich darf gewiss sein, dass Gottes Hände nie zu kurz sind, um mich in den dunklen Tiefen, aber auch in den anfechtbaren Höhen des Lebens, aufzufangen und festzuhalten.

Diesen Armen darf ich mich immer anvertrauen, so auch heute!

 

Siegfried Pietzka, Prädikant


Lichtblick am 12.06.2022:

 

Pfingstpredigt

Ein Stromkasten an einem Bürgersteig mitten in Köln Deutz.

Im Vorübergehen merke ich auf. Der Spruch, erst beim zweiten Hinschauen richtig zu erkennen, geht mir zu Herzen. Und dann wird er für mich in diesem Jahr zur kürzesten Pfingstpredigt.

 

Peter Rindermann, Prädikant
 


Lichtblick am 07.06.2022

 

Am Ende sind wir alle gleich

Wie schön ist es doch, wenn man seine tiefsten Überzeugungen allen leicht zeigen kann. Zwei kleine Stücke weißen Stoffes zeigen, je nach der Art des Zusammengenähtseins, ob ich reformiert, lutherisch oder uniert bin.

Erst wenn die Beffchen schmutzig geworden sind, dürfen die zusammen in ein Fach. So ist es auch bei uns Menschen: Am Ende bei Gott sind wir alle gleich.

 

Pfarer Frank Schulte


Lichtblick am 02.06.2022:

 

Weiter

Einer meiner Lieblingssprüche aus der Bibel, aus den Psalmen: „Gott, deine Güte reicht soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, so weit die Wolken ziehen“ (Psalm36,6).

Gottes Wahrheit und Gottes Güte reichen weiter, als wir uns das überhaupt vorstellen können.

 

Pfarrer Gert Ulrich Brinkmann


Lichtblick am 29.05.2022:

Mühlensprache

Seit Jahrhunderten nutzen Menschen die Kraft des Windes zur Energieerzeugung. Die Flügel der historischen Mühlen stehen aber nicht einfach irgendwie still. Die schönen alten Mühlen übermitteln Nachrichten. Der eine Flügelstand auf dem Bild der grünen Greetsieler Mühle zeigt eine lange Betriebspause an. Wenn die Flügel aber auf 1:00 Uhr, 4:00 Uhr, 7:00 Uhr und 10:00 Uhr stehen, ist das eine Freudenschere, die ein Zeichen für gute Nachrichten wie z.B. eine Geburt oder Hochzeit ist. Halten Sie doch einmal Ausschau nach solchen Flügeln und freuen sich dann mit.

 

Yvonne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 26.05.2022:

Schützenfest

Es ist beinahe unwirklich: Überall Menschen, keine Masken mehr, Fröhlichkeit und Gemeinschaft. Es wirkt gerade so, als hätte es Corona nie gegeben. Sicher – die Krankheit ist noch da. Man muss noch aufpassen. Aber das Gefühl, dass sie uns immer weiter belastet und voneinander trennt – dieses Gefühl verschwindet nun endlich. Es waren schöne Stunden auf dem Schützenplatz in Tiefenbroich. Und König, Kronprinz, Traditionskönig und Schülerprinzessin sind auch schon ermittelt. Ein Stück Normalität, das wir so lange vermisst haben!

Pfarrer Stephan Weimann


Lichtblick am 21.05.2022:

Lieder

Tut mir auf die schöne Pforte,
führt in Gottes Haus mich ein;
ach wie wird an diesem Orte
meine Seele fröhlich sein!
Hier ist Gottes Angesicht,
hier ist lauter Trost und Licht.
(EG 166)

Joachim Neander aus Düsseldorf hat die Melodie geschrieben, Benjamin Schmolck den Text. Es gibt Liedtexte, die irgendwie immer passen: zur Taufe, zur Konfirmation, zur Ordination, zur Bestattung und einfach auch am Sonntag. So auch dieser. Dieses Lied aus dem 17. Jahrhundert ist angelehnt an einen Wallfahrtspsalm. Gott und Mensch begegnen sich – auch heute.

 

Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 15.05.2022:

 

Faszination Orgel

Mehrere Gruppen von Konfirmand:innnen haben in diesen Tagen mit unserem Kantor Martin Hanke eine kleine Orgel zusammengebaut (das „Organetto“ wird von unserer Landeskirche, der Evangelischen Kirche im Rheinland, verliehen). Es war faszinierend zu sehen, welch komplizierte Technik hinter diesem Instrument steckt. Martin Hanke hat auch viel zu der Geschichte dieses heute so sehr mit Kirche verbundenen Instruments erzählt.

„Wenn die Orgel spielt, geht für mich der Himmel auf“, hat mal jemand zu mir gesagt. Ich kann das gut nachvollziehen.

Und was mich noch mehr freut: Der Himmel ist immer offen für uns, nicht nur, wenn wir in der Kirche sind.

Ihre Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 10.05.2022:

 

Wir hören den Vers fast bei jeder kirchlichen Trauung:

„Wenn aber kommen wird das Vollendete, so wird das Stückwerk aufhören!“

Die Vollkommenheit steht nicht am Anfang. Sie ist auch nicht das Ergebnis unserer Anstrengungen. Sie wird von Gott geschaffen. Was jetzt noch in unserer Welt chaotisch erscheint, wird Veränderung erfahren. Wie ist das möglich?

Gott wird mit seiner Liebe alle und alles überwinden und mit allen zum Ziel kommen. Auch wenn das aufgrund der aktuellen Weltlage und unserer Erfahrungen niemand vermuten würde.

 

Prädikant Siegfried Pietzka


Lichtblick am 06.05.2022:

Normalität

 

Alles wieder ganz normal? - Was ist schon normal? Wie war das noch mal vor Corona? Manches bleibt anders: Man hat nachgedacht und gelernt. Am Aschlöksken in Duisburg am Rhein kehrt wieder Normalität ein und doch ist einiges anders. Geblieben ist auf jeden Fall der fantastische Blick.

Pfarrer Frank Schulte

 


Lichtblick am 02.05.2022:

 

Für uns moderne Städter ist es pure Romantik. Sonne, grüne Wiese, blauer Himmel, glückliche Schafe auf dem Rheindeich.

Wir wissen nicht, was es für den Hirten wirklich heißt. Im Winter um vier Uhr morgens bei Eisregen den Lämmern auf die Welt helfen, wenn die Tiere krank sind, wenn der Wolf kommt. Jenseits der Komfortzone da sein.

Jesus sagt: Ich bin der gute Hirte! (Johannes 10,11)

 

Peter Rindermann, Prädikant


Lichtblick am 28.04.2022:

Ökumenische Begegnung

Gerade bin ich noch an seiner Wohnung vorbeigegangen. Schade – weder Kaplan Zasanski noch Pfarrer Kern habe ich in den vergangenen Wochen gesehen.

Aber ein paar Meter weiter kommt die Überraschung: Kaplan Zasanski steht vor der Tür zum Pfarrzentrum. Als wir uns unterhalten, kommt auch noch Pfarrer Kern dazu. Es wird Zeit, sich mal wieder zu sehen. Darin sind wir uns einig. Wir werden jetzt auch nicht mehr lange damit warten. Corona hat viel zerstört. Es wird Zeit, wieder aufzubauen!

 

Pfarrer Stephan Weimann


Lichtblick am 25.04.2022:

Sakura

Jetzt ist es nicht mehr zu übersehen – es ist Frühling geworden. Gefühlt kann man Blättern und Gräsern beim Wachsen zusehen, die Obstbäume blühen. Rund um die Welt hat sich in den letzten Jahren – ursprünglich von Japan ausgehend – ein besonderes Interesse für rosane Kirschblüten entwickelt. Menschen pilgern zu von Kirschbäumen gesäumten Straßen, fotografieren sich und genießen den Anblick.

Die „sakura“, so erklärt es Wikipedia, steht in der japanischen Tradition „für Schönheit, Aufbruch und Vergänglichkeit“. Damit passt sie gut zu einem allgemeinen Gefühl, das viele derzeit verspüren: Es wird wärmer und heller, der Sommer naht. Vieles ist möglich. Und gleichzeitig wissen wir auch um die Brüchigkeit unseres Lebens, darum, wie schnell sich alles ändern kann.

Mich erinnert das alles an den Psalm 103: „Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras, er blüht wie eine Blume auf dem Felde; wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Stätte kennet sie nicht mehr.“ Schönheit und Vergänglichkeit zeichnen den Menschen zugleich aus. Aber dann kommt da auch die Zusage: „Die Gnade aber des Herrn währt von Ewigkeit zu Ewigkeit.“

Pfarrerin Birte Bernhardt


Lichtblick am 22.04.2022:

 

Nur zusammen geht´s

Was Abendmahl und Gemeinschaft in der Kirche bedeuten, erfahren Jugendliche auf unseren Konfirmand:innenfreizeiten spielerisch. Zum Beispiel bei der Aktion „Turmbau“: Es geht darum, Klötze mit einem einfachen Kran übereinander zu stapeln. Jeder in der Gruppe ist beteiligt, auf jede kommt es an. Wenn eine zu viel wackelt, fällt der Klotz vom Kran. Wenn einer beim Absetzen des nächsten Klotzes zu stark zieht, kippt der Turm um. Gewinnen und verlieren kann nur die Gruppe, die Gemeinschaft. Das hatte auch der Apostel Paulus vor Augen, als er die Gemeinde als einen Leib mit vielen Körperteilen beschrieben hat. Nur wenn alle zusammenwirken, gelingt das Ganze.

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 17.04.2022:

 

Auflösung

An der Ostseeküste zwischen Ahrenshoop und Wustrow finden sich Überreste von Befestigungen aus der Zeit, die man „Kalter Krieg“ nannte. Wie diese Zeichen einer früheren Bedrohung und der Angst vor Krieg inzwischen von der Natur zurückgeholt wurden und in ihr vergehen mögen alle heutigen Zeichen von Angst und Schrecken schnell untergehen. Und die Menschen sehr bald Frieden und Heil finden. Mit dem Wissen davon, dass Wunder geschehen sagt es uns die Osterbotschaft: „Er ist wahrhaftig auferstanden.“ Beten wir weiter für den Frieden und halten fest an der Hoffnung.

 

Yvonnne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 13.04.2022:

Gemeinsam feiern

Die Konfirmandenzeit neigt sich dem Ende zu. Wir feiern das erste Mal gemeinsam Abendmahl. Aus der Kirche holen wir Becher. In der Küche suchen wir die schönste Karaffe aus. Am Weißbrot haben im Wechsel alle geknetet.

Und dann ist es so weit: Wir geben den Teller weiter. Wir geben den Traubensaft weiter. „Brot des Lebens. Für dich.“ – „Kelch des Heils. Für dich.“ Ja, wir merken, was das bedeutet: „Schmecket und sehet, wie freundlich unser Gott ist.“

Ihre Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 07.04.2022:

 

In unserer Kirche gibt es bis Sonntag noch eine Ausstellung: Kathrin Rabenort hat sie unter dem Titel „Birma“ gestaltet.

In Variationen hat sie Siebdrucke mit dem Bildnis der Politikerin Aung San Suu Khi gestaltet. 1991 erhielt diese für Ihr Engagement für Demokratie den Friedensnobelpreis. Inzwischen wird ihre Rolle bei der Verfolgung der muslimischen Minderheit im Land sehr kritisch gesehen. Gleichzeitig ist Aung San Suu Khi  weiterhin eine Ikone im Widerstand gegen die Militärdiktatur. Die Kunstwerke zeigen ihre beiden Gesichter. Sie sind gleichzeitig ein Spiegel für den Betrachter.

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 04.04.2022:

 

Vergänglichkeit und der Zauber des Momentes

 

Die volle Blütenpracht der Magnolien ist einer der ersten Anzeichen des Winterendes und Bote des Frühlings

Aber sie ist nur von kurzer Dauer. Ein Regen zum falschen Zeitpunkt und die Pracht ist dahin.

So erinnert sie uns eindrücklich daran, den Moment zu genießen.

 

Pfarrer Frank Schulte


Lichtblick am 31.03.2022:

Zur Ruhe kommen

Manchmal muss die Welt einfach draußen bleiben, mit ihren schlechten Nachrichten, anstrengenden Begegnungen, Viren und allem Schwierigen, was sie so bereithält. Das heißt nicht, dass man sich komplett einigeln soll – und doch: Zwei Tage Abstinenz von schlechten Botschaften können auch befreiend wirken.

Ruhe kann uns öffnen: Für uns selbst und für Gott. Gottes Stimme kann wieder laut und klar tönen, wenn die anderen leiser werden. Ich kann mich selbst anders erleben, wenn meine Aufmerksamkeit nicht mehr von so vielem anderen gefangen genommen wird.

Nicht alle können sich einfach dafür entscheiden, zu viel ist los, zu viel Verantwortung zu tragen. Manchen anderen jedoch ist die Ruhe, in der sie leben, auch zu viel.
Aber wie wäre das, wenn wir alle versuchen, die Zeit, die wir jeweils haben, gut zu verbringen? Ob es fünf Minuten oder fünf Stunden sind, haben Sie eine gute und ruhige Zeit!

Ihre Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 26.03.2022:

 

In den Psalmen sagt ein Beter, dass Gott uns tröstet, wie die Mutter uns tröstet:

Gott schenkt dir Nähe, er gibt Wärme, er nimmt in den Arm. Dazu braucht es nicht viele Worte. Gott tröstet durch seine Gegenwart. So ist Gott da. Für dich.

 

Pfarrer Dr. Gert Ulrich Brinkmann


Lichtblick am 21.03.2022:

 

Kulturelle Vielfalt 

 

Kulturelle Vielfalt hat Tradition in Deutschland. Das zeigt auch der 1904 angelegt Japanische Garten in Düsseldorf. 

Damals ahnte wahrscheinlich noch niemand, dass 100 Jahre später Cosplayer (Menschen, die sich wie Figuren aus Animes oder Mangas verkleiden) den Garten bevölkern würden. So ähnlich, wie sich Sushi und Ramen mehr und mehr zu Leibgerichten in der deutschen Küche entwickeln.

Schön, dass kulturelle Vielfalt unser Leben so bereichert.

 

Pfarrer Frank Schulte


Lichtblick am 16.03.2022:

Höfliche Hunde

Ich blinzele gegen die Sonne, als ich vom Pfarrhaus zum Gemeindezentrum gehe. Vor mir sehe ich aber doch eine Frau, die mit ihrem Hund an der Leine spazieren geht. Als sie sich nähert, grüße ich. Aber es kommt buchstäblich nichts zurück, nicht einmal ein Lächeln. Ganz anders ihr Hund: Er wedelt mit dem Schwanz, wendet mir interessiert den Kopf zu – bevor er weitergezogen wird.

Gott – wenn die Menschen schon nicht höflich sind, dann schenke uns wenigstens höfliche Hunde!

 

Stephan Weimann, Pfarrer


Lichtblick am 13.03.2022:

 

weinen hat seine Zeit

lachen hat seine Zeit

klagen hat seine Zeit

tanzen hat seine Zeit

 

aus dem Buch Kohelet

 

Peter Rindermann, Prädikant


Lichtblick am 08.03.2022:

 

Salomonis Seide

Krokusse gehören zu den Liliengewächsen. Und so ist gerade jeder Weg durch die Stadt eine Erinnerung an eine Feststellung Jesu:
„Seht die Lilien, wie sie wachsen: Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, dass auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen.“ (Lukas 12,27)
Jesus erklärt: Gott sorgt für diese Erde. Für die pflanzen, für die Vögel, für die Menschen. Mit Jesu Worten im Hintergrund kann die Welt manchmal anders aussehen.
Welche schönen Dinge erblicken Sie noch?

 

Birte Bernhardt, Pfarrerin

Lichtblick am 05.03.2022:

 

Frieden

 

„Ehre sei Gott in der Höhe und Frieden auf Erden und den Menschen ein Wohlgefallen.“

Lukas 2,14

 

Yvonne Preiß, Presbyterin


Lichtblick am 02.03.2022:

Kreativität und Technik

Auf den ersten Blick ist das ein Gegensatzpaar. Das Foto zeigt „Instrumente“, wie sie vor über 50 Jahren in der elektronische Musik eingesetzt wurden. Mit Tonbandschleifen und Verzerrern, elektrischen Impulsgebern und vielem mehr wurde damals neuartige, ungewöhnliche und herausfordernde Musik gemacht. Also: Aus Technik kann Kreativität entstehen. Die elektronische Musik, beginnend am Anfang des 20. Jahrhunderts, hat sich bis heue immer weiter entwickelt. Das ist schön zu sehen in der gleichnamigen Ausstellung im Kunstpalast Düsseldorf. Vor 50 Jahren mussten sich die Künstler die elektronischen Klänge der Musik mit viel Aufwand und kompliziert erarbeiten. Heute ist das leichter: In den kleinsten Geräten stecken heute viel mehr Möglichkeiten als die monströsen Aufbauten damals. Aber ohne die Experimente damals hätte niemand die Geräte von heute erfunden. Pionier-Geist zahlt sich also aus. Seid offen für Neues ruft uns die Ausstellung zu. Das könnte so auch in der Bibel stehen.

Pfarrer Frank Schulte


Lichtblick am 25.02.2022:

 

Trost und Ansporn

Bei dem Wandel, den Sprüngen und den Ausschlägen, die wir bei Wetter und Klima erleben, denke ich jetzt immer wieder an einen Satz aus der Geschichte von Noah, der Arche und dem Regenbogen. Gott verspricht Noah und den Menschen (1. Mose 8,22):

Solange die Erde steht sollen nicht aufhören

Saat und Ernte, Frost und Hitze,

Sommer und Winter, Tag und Nacht.

Das ist Trost und Ansporn in einem.

 

 

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 21.2.2022:

Wege ohne Hindernisse

 

„Wer zu mir kommt, den werde ich nicht hinausstoßen.“ (Jahreslosung 2022, aus Joh 6,37)

Unsere kleine Stadt hat es kürzlich erst wieder in die überregionalen Medien geschafft. Ein Bild des Fahrradweges an der Ecke Sandstraße/Düsseldorfer Straße schaffte es in eine Folge von Strg_F des NDR („Bekloppte Radwege“, ca. bei Minute 2:10). Mitten im Fahren, recht unerwartet, ist da plötzlich eine Barriere.

Gut, dass der Fahrradweg nicht unseren Weg zu Jesus Christus beschreibt.

Zu ihm kommen wir immer, ohne Hindernisse und komische Wegeführungen. Es reicht, ihn einfach anzusprechen. Und schon sind wir da.

 

Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichtblick am 15.02.2022:

 

Ein heller Schein

Mitten im kalten Winter. Ich komme vom Friedhof in Eggerscheidt. Am Grab war es kalt, in der Kapelle die gleiche Temperatur. Ich hoffe, dass die Heizung in unserem kleinen Smart schnell anspringt. Ich blicke auf das Feld gegenüber. Das Licht der Sonne bricht sich im Rauhreif an den Grashalmen. Alles ist hell. Die Kälte vergesse ich für einen Moment. „Gott, der sprach, es werde Licht, der hat einen hellen Schein in eure Herzen gegeben.“ (2. Korinther 6,4).

 

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick am 07.02.2022:

 

 „Es gibt ein Licht am Ende des Tunnels“, ist nicht nur ein altes Sprichwort, sondern auch das fetzige Schlusslied im „Starlight Express“ in Bochum. Kleine Kinder singen es laut mit. „Ist man im Tunnel drin, dann sieht man es nicht, jedoch am Ende des Tunnels scheint ein Licht!“

Wir selber wissen, dass es wahr ist, und vergessen es trotzdem oft genug.

Wie in diesen Tagen. Anfang Februar liegt das christliche Gedenkfest mit dem alten Namen „Mariä Lichtmess“. 40 Tage nach Weihnachten ranken sich darum nicht nur viele Bauernregeln, sondern die Tage werden jetzt tatsächlich exponentiell schneller lang. Bis zu 4 Minuten am Tag! Das Licht kommt mit großem Tempo zurück. Noch sind wir im Tunnel. In vielerlei Hinsicht in diesen Zeiten. Doch das Licht lässt kein Dunkel zu. Und es kommt von selber.

 

Peter Rindermann, Prädikant


Lichtblick am 02.02.2022:

Wege bei Gott

Ich bin mal vor einigen Jahren morgens ganz früh unterwegs gewesen. Mit dem Flugzeug. Das Terminal 3 des Wiener Flughafens ist vorwiegend in schwarz gehalten. Ob es daran lag oder doch an der frühen Uhrzeit, dass ich die beiden hintereinander hängenden Schilder mit der Nummer des Flugsteiges und mit dem Hinweis auf den Ausgang verwechselt habe?

Jedenfalls: Wer den Sicherheitsbereich einmal verlassen hat, kann nicht einfach wieder umkehren. Das gilt auch dann, wenn man den Fehler sofort bemerkt. Dann ist man raus und muss im Zweifel nochmal durch die Kontrolle. Das betonten auch die Polizisten, die mich auf dem Weg Richtung Ausgang aufgriffen und sich über die Frau wunderten, die da entlanglief, obwohl doch noch gar kein Flugzeug gelandet war.

Mit Gott ist das zum Glück ganz anders als mit den Wegen an Flughäfen: Auch wenn wir Gott mal aus den Augen verlieren, wir können immer zurückkommen. Es gibt da keine Einbahnvorschriften. Kein Gerenne, ob man noch rechtzeitig kommt. Keine missbilligenden Blicke. Keine Kontrollen. Wir sind immer Gottes geliebte Kinder.

Birte Bernhardt, Pfarrerin


Lichblick am 28.01.2022

All Morgen ist...

… ganz frisch und neu! Früh aufstehen ist meist nicht schön. Vor allem, wenn der Tag sofort mit Hektik beginnt. Morgens aber Zeit zu haben und ein wenig die Ruhe zu genießen, vergoldet den ganzen Tag. So wie auf dem Bild von der Kö in Düsseldorf die Ruhe des Samstagmorgens nach dem Trubel der Nacht und vor der Hektik des Einkaufstages geradezu zu hören ist.

Ja, Morgenstund‘ hat eben doch Gold im Mund.

Frank Schulte, Pfarrer


Lichtblick am 24.01.2022:

 

Am Ufer

„Da muss noch viel Wasser den Rhein herunter fließen“ steht sprichwörtlich dafür, dass Geduld gefordert ist und ein Plan, eine Entscheidung, eine Entwicklung oder Änderung noch Zeit brauchen.
Am Ufer des Rheins schaue ich auf den Strom und denke daran, was Heraklit zugeschrieben wird: Alles fließt und wir werden niemals in denselben Fluss steigen. Alles bewegt und verändert sich ständig. Das ist schön: am Ufer zu stehen mit dem Wissen, dass auch in schwierigen Zeiten in der Veränderung das Gute auf dem Weg ist und näher rückt.

 

Yvonne Preiß
Presbyterin


Lichtblick am 13.01.2022:

 

Ewiges Licht

 Wenn ich an das neue Jahr denke, dann denke ich an den kleinen Ausflug mit den neuen Katechumenen in die Pfarrkirche St.Marien in Tiefenbroich. Dort leuchtet – über dem Allerheiligen, rechts neben dem Altarraum – das „Ewige Licht“. Die Kerze brennt immer. Sie leuchtet mir, ob ich traurig bin oder froh, gestresst oder gelassen, getrost oder im Zweifel. Den Katechumenen hat das gefallen. Und so sage ich mir: Egal, wie 2022 wird, das Licht des Glaubens brennt. Gottes Güte hat noch kein Ende. Mut und Zuversicht sind angesagt.

Stephan Weimann, Pastor


Lichtblick am 07.01.2022:

 

Sieben Gründe, warum wir in diesen Tagen auch die Dunkelheit schätzen können

  • sie ist als Ursprung der Schöpfung  noch älter als das Licht und besteht schon im allerersten Vers der Bibel
  • ohne sie gäbe es kein Licht
  • sie schenkt uns im Winter längeren Schlaf
  • sie entschleunigt uns
  • in ihr lernen wir Vertrauen
  • in ihr können wir uns besser entspannen
  • sie wirft uns zurück auf das, was bleibt, wenn alles andere unsichtbar geworden ist

 

Peter Rindermann, Prädikant

 


Lichtblick am 03.01.2022:

Neujahr

Noch eingepackt und voller Überraschungen liegt das neue Jahr vor uns. Was es bringt? Wir wissen es nicht. Und das ist gut so, denn so können wir uns immer wieder neu auf jede Situation einstellen. Ein wunderbares Bild für solche neugierigen Blicke und neuen Sichtweisen war die Verhüllung des Arc de Triomphe in Paris im September 2021. Man hat dort wirklich ein neues Monument gesehen. Vielleicht ist das ein gutes Lebensrezept fürs neue Jahr: Neugierig bleiben, sich herausfordern lassen und sich andere Sichtweisen erlauben. Gelegentlich sieht die Welt dann anders aus.

Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de