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Lichtblick für den 3. April:

Wenn in diesen Tagen Nachrichten von Toten und Erkrankten über uns wie ein Tsunami hereinbrechen und uns in Ängsten und Sorgen zu ertränken drohen, dann kann der Glauben wie eine Fluchtburg sein, in die man sich zurückzieht, um innerlich zu überleben: „Eine Feste Burg ist unser Gott, eine gute Wehr und Waffen.“ (EG 362). Wer sich etwas intensiver mit dem Lied beschäftigt, wird feststellen, dass es gar nicht den Glauben als Rückzugsort besingt, sondern als Kraftquelle für Aufbrüche und Neuanfänge. Die meisten Menschen lebten nämlich zur Zeit Luthers nicht in der Burg, sondern unterhalb einer Burg, also außerhalb ihrer Schutzmauern. Dort galt es das Leben zu bestehen. Das, wofür die Burg steht, ist ein Lebensgefühl, das Dietrich Bonhoeffer später so formulierte: „Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag.“ Es ist die Glaubenszuversicht, die Kraft geben kann, sich auch in Zeiten von Corona nicht zurückzuziehen. Gerade in Berufen, in denen sich Menschen jeden Tag den Risiken einer Ansteckung stellen müssen, ist diese Kraftquelle wichtig, um durchhalten zu können.

Ihr Matthias Leithe, Pastor

matthias.leithe[at]ekir.de


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Lichtblick für den 2. April:

„Zwei oder drei“

 

„Wo zwei oder drei in meinem Namen zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen.“ In kirchlichen Kreisen kennt man das als Kanon oder aus der Bibel. Ich mache als Pfarrer in diesen Tagen eine widersprüchliche Erfahrung, die ich nicht auflösen kann: Zum Gottesdienst gehören für mich einerseits unbedingt die Menschen dazu, die mitsingen und das Vaterunser mitsprechen oder mir hinterher was zu meiner Predigt sagen. Andererseits erhalten wir auf unsere LiveStream-Gottesdienste am  Sonntagabend viele berührende und persönliche Reaktionen. Gottes Zusage funktioniert anscheinend auch beim Gottesdienst im Internet: „Da bin ich mitten unter ihnen."

Ihr Gert Ulrich Brinkman, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


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Lichtblick für den 1. April:

Singen

 

Singen ist super. Der Lehrer, der an meiner Schule den Chor leitete, hatte den Probenraum mit einer Reihe aufmunternder Sprüche versehen: „Wer singt, lebt glücklicher und gesünder“, war einer davon. Ich weiß nicht, wie oft ich diesen Spruch in den Jahren auf der weiterführenden Schule gelesen habe. Ich singe gerne, meine ganze Schulzeit war ich im Schulchor und in den Jahren darauf in verschiedenen Chören an meinen Wohnorten. Jetzt, in dieser einsamen Zeit, begleiten mich diese Worte und Melodien, die ich über die Jahre gelernt habe. Ich summe vor mich hin: „You raise me up“, „You’ll never walk alone“, ja selbst das schwedische Lied von der Sankta Lucia, der Lichterheiligen, derer am 13. Dezember gedacht wird. Ob Singen gesünder macht weiß ich nicht. Aber für ein paar Minuten ist die Welt angehalten. Mein Kopf steht wieder in der dunklen Kirche, in der wir das Weihnachtskonzert gesungen haben. Mein Kopf murmelt: „Licht bricht durch in die Dunkelheit.“

Ihre Birte Bernhardt, Vikarin                     birte.bernhardt[at]ekir.de


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Lichtblick für den 31. März:

 

Vaterunser


Trostworte jetzt und sonst? Für mich ist es letztlich immer wieder das Vaterunser: „Dein Wille geschehe.“

Wenn man selber nix mehr weiß, keine Worte findet, dann ist das mein Weg: Loslassen. Ohne Nachdenken oder gerade an jedem Wort hängen, ohne selbst formulieren müssen. Immer da.

 

andrea.rohe[at]arcor.de


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Lichtblick für den 30. März:

Wo bin ich?

Abendstimmung am Comer See. Fernweh. Wie lange wird es dauern, bis ich wieder mal da sein kann? Gedanken, die sicher immer wieder so manchem kommen. Auf der anderen Seite nutzen jetzt viele hier das schöne Wetter um mit der Familie oder Partnerin oder Partner Rad zu fahren oder zu wandern. Viele Fotos werden über die Messangerdienste ausgetauscht. Und oft wird gefragt: „Wo bin ich?“ Und dann kommen verschiedene Lösungsversuche.

„Wo bin ich?“, „Wo bist Du?“ sind die Grundfragen der Bibel. Und die Antwort Gottes lautet: „Ich bin da, ganz nah bei Dir!“

 

Ihr Frank Schulte, Pastor

 

frank.schulte[at]ekir.de


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Lichtblick für den 29. März:

Von guten Mächten

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag“, hat Dietrich Bonhoeffer 1944 im Gefängnis gedichtet. Bei diesen „guten Mächten“ könnte man an Gottes Engel denken. Für Dietrich waren es aber auch die Briefe, die er erhielt, seine Bücher und die Erinnerungen an seine Lieben. Man kann solche guten Mächte gerade auch erleben. Auch wenn unmittelbarer Kontakt oft nicht möglich ist: Durch Telefon und Skype, durch Bilder und Nachrichten auf WhatsApp sind manche von uns mehr mit ihren Freunden und der Familie verbunden als sonst -  und auf diese Art und Weise „von guten Mächten wunderbar geborgen“.

Ihr Gert Ulrich Brinkmann, Pastor 

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


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Lichtblick für den 28. März:

 

Strahlend weiß, leuchtend, rein: Was für eine wunderschöne Kamelienblüte! Ich entdeckte sie auf einem meiner Spaziergänge während der letzten zwei Wochen. Licht, Sonne, Helligkeit, Wärme: Danach haben wir uns seit Wochen gesehnt und unsere menschliche Seele braucht dies.

Seit zwei Wochen ist unser alltägliches Leben aber auf den Kopf gestellt. In der Bibel sind dies die sogenannten Wüstenzeiten. Ausgezeichnet durch Entbehrungen und zuweilen Einsamkeit. Aber genau wie damals gibt es Lichtblicke. Zum Beispiel diese makellose Kamelie, an der ich zu anderen Zeiten achtlos vorbeigegangen wäre. Ich wünsche Ihnen solche Lichtblicke, die Sonne, Helligkeit und Wärme spenden. Bleiben Sie behütet. 

Ihre Astrid Rosenbaum-Foltin, Lektorin

 

Astrid.Rosenbaum-Foltin[at]ekir.de


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Lichtblick für den 27. März:

 

Keine bleibende Stadt

„Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zukünftige suchen wir.“ (Hebräer 13,14) Nächsten Sonntag wäre ich dran gewesen mit dem Gottesdienst in der Stadtkirche und der Vers ist Teil des Predigttexts. 2013 war er die Jahreslosung. Da fand ich ihn nett und er war eine schöne Anregung zu Gesprächen unter Theologiestudierenden darüber, wo man hoffte, einmal zu arbeiten. Zu anderen, gerade zu den richtig guten Zeiten klang er eher bedrohlich. „Denk dran, für immer ist das hier alles nicht.“ Heute bringt er etwas in mir zum Klingen, macht mich nachdenklich. Und ich weiß: Ganz egal, was gerade ist, bei Gott ist das vorläufig. Es ist nicht bei der Passion geblieben. Ostern schickt seine Strahlen voraus.

Ihre Birte Bernhardt, Vikarin

birte.bernhardt[at]ekir.de

 

 


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Lichtblick für den 26.3.:

An sonnigen Nachmittagen sieht man in der Stadtkirche ein besonderes Lichtspiel. Im glänzenden Taufbecken spiegeln sich die Farben der unmittelbaren Umgebung der Kirche. Licht wird reflektiert und weitergegeben.

In der Bibel sagt Jesus von sich: „Ich bin das Licht der Welt.“ Ein anderes Mal sagt er in einer Rede auf einem Berg den Leuten: „Ihr seid das Licht der Welt.“

Bei diesen sehr ähnlichen Sprüchen geht es auch um die Reflektion von Licht, dem Licht des Lebens. Das ist wichtig jetzt: Jede und jeder kann Licht widerspiegeln. Zum Beispiel, indem man Zuversicht und Gelassenheit mit anderen teilt: Per Chat oder mit einem Brief, in einer Mail oder am Telefon.

Ihr Gert Ulrich Brinkmann, Pastor

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


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Lichtblick für den 25.3.:

Insel Borkum 2019: „Deine Gnade reicht, so weit der Himmel ist, und deine Treue, so weit die Wolken gehen.“ (Psalm 108,5)

Dort am Strand konnte man es spüren und begreifen: Unendliche Weiten. Menschenleer! Dramatische Wolken. Entschleunigung. Wie habe ich die Ruhe damals herbeigesehnt und dann auch genossen.

Aber genau das auszuhalten, fällt vielen im Augenblick unendlich schwer. Sich darauf einzulassen, kann sehr wohltuend sein: Entschleunigung, Ruhe und Besinnung sind Schlüssel für Klärungen, Entwicklungen und Veränderungen. In Rückbindung an Gott können sie auch Quelle des Glaubens sein:

„Von guten Mächten wunderbar geborgen, erwarten wir getrost was kommen mag. Gott ist mit uns am Abend und am Morgen und ganz gewiss an jedem neuen Tag.“ (Dietrich Bonhoeffer, 1944)  

Ihr Matthias Leithe, Pastor        matthias.leithe[at]ekir.de

 

 


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Lichtblick für den 24. März:

Sich besinnen

 

Etwas fehlt. Ich sitze am Frühstückstisch, lese die Zeitung. Draußen strahlt die Sonne vom blauen Himmel. Ich lasse die Zeitung sinken. Ja - tatsächlich: Da fehlt etwas. Es ist vollkommen ruhig. Sonst fliegt alle paar Minuten ein Flugzeug über Tiefenbroich. Jetzt höre ich nichts mehr. Es ist wie im Urlaub. Andere Geräusche schieben sich in den Vordergrund: Das Räderrollen einer Mülltonne. Ein Vogel, der offenbar gerade Ärger mit einem Artgenossen hat. Endlich einmal Ruhe. Vielleicht besinnen wir uns ja doch noch auf ein Leben, das besser zu uns passt als Hetze, Lärm und Gestank. In Venedig sollen die Kanäle wieder klar sein - erstmals seit Jahrzehnten. Dort sollen sogar wieder Fische zu sehen sein.

Ich glaube, ich werde heute Abend eine Kerze aufstellen. Und ich möchte mir Zeit zum Gebet nehmen. Besinnung kann nichts schaden in diesen Tagen.

 

Ihr Stephan Weimann, Pastor

stephan.weimann[at]ekir.de


 

Lichtblick für den 23. März:

Verlassene Straßen – Leere – Ruhe.

Ratingens Luft am Morgen gleicht der eines Luftkurortes.

 

Als hätte es der Fastenkalender gewusst, lese ich von einer Frau aus der Gemeinde Worte aus dem Fastenkalender:

 

„Tage: Es muss Tage geben da nichts geschieht, da die Aufgaben wegfallen und keiner Buch führt darüber, was du getan oder nicht getan.“

 

Sie selbst schreibt weiter: „Vielleicht hat diese Krise ja auch viel Potential, weil man neue Gestaltungsmöglichkeiten und Perspektiven entwickelt, die wir ohne Krise vermutlich nicht finden würden.“

 

Ja, wirklich, bei aller Unfreiheit und aller Angst und allem Bedrückenden kann die Leere und die Ruhe neue Freiheiten aus sich hervorbringen.

 

Ihr Frank Schulte, Pastor

 

frank.schulte[at]ekir.de


Lichtblick für den 22. März:

Osterglocken

Im Wald treffe ich auf zwei Osterglocken.

Mutig stecken sie ihre Köpfe durchs Brombeergestrüpp, leuchten gelb und satt. Ich höre sie mir sagen: "Jetzt nur nicht abtauchen, sondern überlegen, was geht und sich einmischen, jeder und jede mit seiner Farbe."

Ich denke: "Stimmt - darum geht es: Farbe zeigen und Hoffnung machen. Heißen ja nicht umsonst Osterglocken, die gelben Leuchtblumen, erzählen vom Osterwunder."

Und kleine wie große Wunder brauchen wir doch jetzt.

Ihr Thomas Gerhold, Pastor

thomas.gerhold[at]ekir.de


 

Lichtblick für den 21. März:

Pestsäule

Mitten in Wien, auf der Kärntner Straße im 1. Bezirk, steht ein großes Bauwerk. An gewöhnlichen Frühsommertagen, wenn Einheimische und Reisende hier zu einer großen, nicht mehr allzu dynamischen Masse verschwimmen, steht sie ziemlich im Weg in der dieser prächtigen autofreien Zone, ganz unpraktisch für die Fußgängerströme. Die 21m hohe, sichtbar barocke Pestsäule ist ein Produkt des späten 17. Jahrhunderts. Geweiht wurde sie 1693, mehr als ein Jahrzehnt nach dem Ende der lokalen Pestepidemie1679. Nachdem sie von Kaiser Leopold I. in Auftrag gegeben worden war, arbeiteten in den folgenden Jahren viele verschiedene Künstler und Handwerker an ihr mit. Seit mehr als 300 Jahren steht sie nun dort, mitten in der kleinen Metropole, mitten in Zentraleuropa. Im Alltag mag sie störend sein, Fußgängerwege behindern und auch nicht den Geschmack aller Vorübergehenden treffen. In Zeiten wie diesen jedoch kann ich ihr auch etwas Hoffnungsvolles abgewinnen. Sie zeigt mir, dass Menschen nicht den Mut verloren und der Krankheit etwas entgegensetzten. Dass physische Zusammenarbeit nach der Epidemie wieder möglich war. Dass die Zuversicht nicht verloren ging. In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und Euch Kraft und Zuversicht für die kommenden Wochen. Seien Sie behütet und bleiben Sie möglichst gesund.

Herzlich Ihre/Eure Birte Bernhardt

birte.bernhard[at]ekir.de

P.S. Und wenn Sie jetzt von einer Reise in die Kulturstadt träumen, dann klicken Sie einmal auf die Seite der Wiener Staatsoper. Jeden Abend, meist ab 19 Uhr, wird hier eine andere Aufführung aus der vergangenen Zeit im Livestream wiederholt, meist dem aktuellen Spielplan folgend. Heute Abend steht „La cenerentola“ bzw. Aschenputtel von Rossini auf dem Spielplan.

 

(Foto: Mirko Lipski-Reinhardt)

 

 


 

Lichtblick für den 20. März:

 

Wie das Leben siegt

Auch wenn es früh im Jahr ist: An der Stadtkirche beginnt die Magnolie zu blühen.

Wunderschön.

Das erinnert mich an das Kirchenlied:

„Freunde, dass der Mandelzweig sich in Blüten wiegt, bleibe uns ein Fingerzeig, wie das Leben siegt.“

 

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de


Lichtblick für den 19. März:

Licht - nicht nur im Kühlschrank

Blick aus dem Fenster, endlich scheint die Sonne. Glücklich, wer in den Garten oder auf den Balkon kann, oder allein oder der Familie einen kleinen Spaziergang machen. Dabei die Frage im Kopf, wie lange das noch geht. Ja, unterwegs kommen die Zweifel: Ist das jetzt richtig oder notwendig? Und die Frage, wie lange das noch so geht. Sich darüber hinwegtrösten, Perspektiven entwickeln und in die Zukunft schauen ist jetzt wichtig. 1991 veröffentlichte Udo Jürgens das Lied „Im Kühlschrank brennt noch Licht.“ Für ihn Worte des Trostes und immer wieder als solches aufgegriffen. Dabei weiß ja jeder, dass das Kühlschranklicht ausgeht, wenn die Tür zu ist. Und doch ist es wichtig zu wissen, dass es ein Licht gibt. Für die Bibel ist dieses Licht das Wort Gottes, wie es im 119. Psalms heißt: „Dein Wort ist meines Fußes Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.“ Auch dafür wäre jetzt Zeit, die Bibel aufschlagen und nach Trostworten suchen. Vielleicht schicken Sie mir mal Ihr persönliches Trostwort. Auch ich würde mich darüber freuen.

frank.schulte[at]ekir.de

 


Lichtblick für den 18. März:

HANDELN

Viele Menschen sind gerade in großer Sorge: Wir sorgen uns um die Gesundheit von uns selbst, von Angehörigen, Freundinnen und Freunden, von uns unbekannten Menschen. Viele Menschen haben jetzt gerade auch große berufliche und finanzielle Sorgen: Werde ich nächsten Monat noch eine Arbeit haben? Wovon soll ich leben, wenn mein Geschäft jetzt zwangsweise geschlossen ist, wenn die Aufträge wegbrechen? Wie soll es weitergehen mit den Kindern, die jetzt plötzlich keine vertraute Tagesstruktur haben? Wie kommen die Freundinnen aus dem Urlaub nach Hause, den sie noch vor zwei Wochen so fröhlich angetreten haben? Wie soll das gehen, auf unbestimmte Zeit so viel Zeit wie nur möglich alleine zu verbringen?

Die Lage ist noch frisch, Erfahrungswerte fehlen, auf viele Fragen gibt es noch keine Antworten. Und vermutlich braucht es auch noch Zeit, bis es Antworten gibt, bis eine neue Tagesstruktur gefunden ist, bis die Bundesregierung Menschen wieder nach Hause gebracht hat.

Handeln ist gerade nur sehr begrenzt möglich. Aber da, wo gehandelt werden kann und wird, sehe ich viel Ermutigendes: Nachbarinnen und Nachbarn, die ansonsten kaum miteinander sprechen, organisieren plötzlich Einkaufsgemeinschaften, sodass nicht mehr alle – und schon gar nicht die besonders Gefährdeten – ständig einen Supermarkt betreten müssen. Menschen bestellen etwas zu essen bei ihrem Lieblingslokal, das sie gerade nicht besuchen können, um dort wenigstens ein bisschen Umsatz zu ermöglichen. Bekannte gehen Blut spenden, damit Menschen, die auf Blutprodukte angewiesen sind, sie auch in turbulenten Zeiten weiter bekommen können. Freundinnen und Freunde, die sich lange nicht mehr gesehen haben, nutzen die Zeit, sich wieder einmal anzurufen.

In diesem Sinn kann ich mich Gert Ulrich Brinkmann und seinem gestrigen Lichtblick nur anschließen: „Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ (2Tim 1,7). Ich wünsche Ihnen, dass Sie jetzt diesen Geist spüren können.

Herzlich Birte Bernhardt

birte.bernhardt[at]ekir.de

 


Lichtblick für den 17. März:

Mein Lieblingsspruch aus der Bibel heißt im Moment: Gott hat uns nicht einen Geist der Furcht gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit.“ Das steht so im Neuen Testament (2. Timotheus 1,7).

Um uns herum regiert zurzeit die Furcht. Keiner weiß, was noch auf uns zukommt. Darum kann man den Geist der Furcht auch nicht wegpusten wie eine lästige Fliege auf der Nase. Man kann aber hin und wieder tief durchatmen. Luft, Atem, spirit, Geist – alles hängt zusammen. Also einmal den Atem fließen lassen! Und siehe da: Es gibt noch einen anderen Geist. Der ist schon da, ein Bonus von Gott: Kraft, Liebe und Besonnenheit.Was das heißt, muss man nicht erklären.

Es grüßt Sie Pfarrer Dr. Gert Ulrich Brinkmann.

gertulrich.brinkmann[at]ekir.de